Karriereziele setzen und erreichen

Die „klassische Karriere“, bei der sich Arbeitnehmer*innen in derselben Firma von unten nach oben arbeiten, ist nur noch selten zu finden. Immer wieder sind Umwege erforderlich, um das selbst gesteckte Ziel auch erreichen zu können. Dabei ist es besonders wichtig, stets realistisch zu bleiben, um die Motivation auch über längere Zeit hinweg aufrechtzuerhalten und um rasch auf mögliche Hindernisse reagieren zu können. Auch nebensächliche Faktoren, wie etwa Neid und der große Konkurrenzkampf, spielen eine große Rolle und begleiten uns leider durch unser ganzes Berufsleben. Damit richtig umzugehen, ist der große Erfolg – die mentale Stärke und das positive Selbstbild von Mitarbeiter*innen zeichnen deren Chancen auf eine bedeutsame Karriere. Jetzt aber weg von negativen Eventualitäten, grundsätzlich ist die Karriereplanung ganz einfach und genau das möchten wir dir in diesem Beitrag erklären! Los geht’s – mit steirerjobs.at ZUM KARRIEREPROFI:

Karriereziele setzen und erreichen

Die Karriere – Definition

Erst einmal fangen wir von ganz vorne an. Was ist eine Karriere, bzw. wann bezeichnen wir einen beruflichen Erfolg tatsächlich als eine Karriere? Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich tatsächlich ein weit verbreitetes Missverständnis, denn es handelt sich hier um nichts anders als die persönliche Laufbahn im beruflichen Leben eines Menschen (lateinisch carrus „Wagen“, also Fahrstraße). Ganz gleich, ob es sich um eine Beförderung oder um einen Abstieg in Sinne einer Kündigung handelt. Also - eine Karriere machen wir schon mal alle (theoretisch zumindest)!

Umgangssprachlich bezeichnen wir eine Karriere definitiv als einen beruflichen Aufstieg! Eine grundlegende Beförderung oder einen Positionswechsel, bei dem mehr Verantwortungspflichten beispielsweise gegenüber unterstellten Mitarbeiter*innen erfordert werden. Eine positive Veränderung der Qualifikation, Berufserfahrung und dem Stellenwert. Daher entscheiden sich viele Personen bewusst für eine Weiterbildung oder ein Studium, um danach „Karriere zu machen.“ Zu Recht, denn Wissen ist Macht und entwickelt uns zu besonderen Spezialisten und bedeutsamen Arbeitskräften.


Karriere ist nicht gleich Karriere

  • Managementkarriere: Der Aufstieg in der Unternehmenshierarchie
  • Fachkarriere: Der Aufstieg in eine Expertenlaufbahn
  • Projektkarriere: Wechselnde Projektleitung im Laufe der Zusammenarbeit
  • Mosaikkarriere: Nacheinander wechselnde Aufgabenstellungen innerhalb des Unternehmens
  • Karriere als Quereinsteiger: Berufseinstieg nach absolvierter Ausbildung
  • Kaminkarriere: Ein beruflicher Erfolg, der sich für viele Jahre im selben Unternehmen durchsetzt
  • Patchwork-Karriere: Schnell ansteigender Erfolg, jedoch sackt dieser gleichermaßen rasant wieder ab (Senkrechtstarter / Shooting Star)
  • Ein abrupt verlangsamtes Erfolgsversprechen eines Mitarbeiters kann auch als einen Karriereknick bezeichnet werden.

Die Erfolgsbezeichnung wird jedoch nicht nur im beruflichen Alltag verwendet:

  • Profikarriere: Ein erfolgreicher Amateur im Sport verdient sich als Profi seinen Lebensunterhalt.
  • Eine Laufbahn-Karriere als Beamter oder Soldat
  • Drogen- oder Verbrecherkarriere im kriminellen Milieu
  • Risikokarriere als Jugendlicher, der mit ständigen Problemen und Anzeigen konfrontiert ist.

Grundsätzlich sind wir von unserem Arbeitsplatz und den Gegebenheiten des Unternehmens abhängig, ob tatsächlich eine Karriere bestritten werden kann oder nicht. Finden sich in einem Job wenig Aussichten auf Aufstiegschancen oder Weiterbildungsmöglichkeiten, spricht man auch von einer Karrierefalle.

Das SMARTe Zielsetzungs-Prinzip

Die wichtigste Eigenschaft steht bereits in der Überschrift: REALISTISCH – nur ein erreichbares Ziel schenkt uns langfristige Motivation. Fachausdrücklich nennt man dieses erfolgsversprechende Prinzip SMART. Es handelt sich um Anfangsbuchstaben von wichtigen Eigenschaften wie folgt:

  • S = (specific) spezifisch: Definiere deine Ziele so präzise und eindeutig wie möglich
  • M = (measurable) messbar: Versehe deine Ziele mit erreichbaren KPI (Key Performance Indicator / Kennzahlen), nur so werden sie messbar sein
  • A = (activating) aktivierend: Das Ziel muss für dich erstrebenswert und von Bedeutung sein, damit die nötige Motivation das Vorankommen unterstützt
  • R = (reasonable) realistisch: Liegt ein Ziel außerhalb des Möglichen und ist dementsprechend nicht realistisch, kannst du es nicht als Ziel bezeichnen, sondern als Traum!
  • T = (time-bound) terminiert: Ein Karriereziel sollte mit einem fixen Datum terminiert werden.

Wir wollen dir auch ein kleines Beispiel zur Theorie liefern:

Du bist in deinem Unternehmen seit mehreren Jahren tätig und hörst, dass es demnächst in einer anderen Abteilung eine für dich interessante und besser bezahlte Stelle geben wird. Du möchtest dich bewerben, allerdings würdest du zusätzlich zu deinen bisherigen Fähigkeiten auch spezielle EDV-Kenntnisse benötigen.

Hier fängt deine Karriereplanung an: Im ersten Schritt informierst du dich über mögliche Kurse in der näheren Umgebung und zu welchen Zeiten die Anwesenheitspflichten erfordert werden, die im besten Fall außerhalb deiner regulären Arbeitszeiten sind. Ansonsten recherchiere nach Online-Lehrgängen, so kannst du die gewünschte Weiterbildung bequem und flexibel von zu Hause aus absolvieren. Im zweiten Schritt sind die Finanzen zu checken – grundsätzlich hängen die Seminarkosten eng mit der Dauer der Weiterbildung zusammen. Logisch, je mehr Wissen transportiert wird, desto mehr Zeit wird die Ausbildung in Anspruch nehmen. An dieser Stelle musst du klare Prioritäten setzen:

  • Ein schnelles und kosteneffizientes Basiswissen (Wochenendkurse oder ca. 1 Woche-Ausbildungen)
  • Ein durchschnittlich gutes Wissen, um als theoretischer Experte und Quereinsteiger fachkundig arbeiten zu können (Lehrgänge zwischen 6 und 12 Monaten, die teilweise mit einem staatlich anerkannten Diplom abschließen. Denke an dieser Stelle an die bedeutsame Referenz im Lebenslauf!)
  • Ein vollwertiges Studium – Fachspezialist werden! (Vollzeit, Bildungskarenz, berufsbegleitend, Teilzeit) Ein Studium kann heut zu Tage unter verschiedensten Bedingungen niedergelegt werden. Selbstverständlich sind hier die Zeiten genauestens zu überdenken, denn ein berufsbegleitendes Studium ist definitiv nichts für jeder Mann Sache.

Was sind die Vorteile realistischer Karriereplanung?

Du kennst dich selbst am besten und kannst daher deine Fähigkeiten und Interessen berücksichtigen. Vergesse dabei jedoch nicht wichtige Rahmenbedingungen wie den Partner oder die Partnerin, die Kinder, die Situation am Arbeitsmarkt oder Freizeitaktivitäten miteinzubeziehen. Wenn doch, steht deine Work-Life-Balance im Ungleichgewicht, die ein großer Feind von Karrieremenschen ist. Wenn du aber diese Vorgaben beherzigst, kannst du vermeiden, dass du unnötige Zeit und Energie investierst und möglicherweise enttäuscht wirst. Auch Konflikte in deinem näheren Umfeld können bei sogfältiger Planung besser vermieden werden.

Überlege dir „Meilensteine“ und plane die nächsten drei bis fünf Jahre sorgfältig, in dem du Schritt für Schritt zurücklegst. Falls du zu hohe Erwartungen an dich selbst oder das betriebliche Umfeld hast, setzt du dich unter ERFOLGSDRUCK und demotivierst dich somit auf lange Sicht selbst. Unter diesen Bedingungen wird das Erreichen von Karrierezielen massig erschwert bis unmöglich sein. Bedenke, dass immer unvorhersehbare Ereignisse wie Krankheit, Trennung oder Kündigung eintreten können, doch lasse dich davon nicht beirren. Jedes Problem ist auch zugleich eine neue Chance!

Trotzdem gelingt es dem ein oder anderen eine Karriere zu beginnen, ganz ohne sie geplant oder erwartet zu haben. Dazu folgende nette Geschichte:

STORY-TELLING: Eine Karriere über Umwege

Doch längere Zeit auf Jobsuche, um eben die perfekte Karriere zu finden. Keine Stelle war schlussendlich gut genug und mit einem kleinen Hauch von Unsicherheit überzogen. Die Aussage kennen wir wohl alle: „So lange ich nicht den ideal passenden Job finde, bleibe ich lieber bei der derzeitigen Arbeit, um meine altbekannte Umgebung nicht verlassen oder die Entscheidung schlussendlich bereuen zu müssen. So war es auch in diesem Fall – über 1,5 Jahre auf der Suche nach der perfekten beruflichen Herausforderung, kann aber auch die ehrgeizigste Frau entmutigen und dazu bringen, noch einmal über deren Karriereziele nachzudenken. Am Tag X nun das gefühlte 100. Bewerbungsgespräch für eine vermeintlich perfekte Position – ich möchte es nicht spannend machen – die Absage kam auf Grund der starken Konkurrenz schneller als erwartet. Trotzdem funkelte ein kleiner Hoffnungsschimmer, denn die Geschäftsleitung sah ein ganz anders Potenzial in der Kandidatin. Daraufhin wurde ein Angebot ausgesprochen, von dem 1. keine große Karriere zu erwarten und 2. auch die Bewerberin nur schwer davon überzeugt war. Die lange „Jobsucherei“ erweckte jedoch eine leichte Unterwürfigkeit und Dankbarkeit gegenüber dem Geschäftsführer, so nahm die Person Anspruch auf das Angebot und startete in wenigen Tagen ihren ersten Arbeitstag im Kundenservice. Schnell wurde ihr Ehrgeiz und die Motivation auch von anderen Mitarbeiter*innen entdeckt und geschätzt, mit der sie sich als Expertin entpuppte und die Rolle einer Teamleiterin einnahm. Prozessänderungen zu Gunsten des gesamten Teams und Unternehmens wurden gut strukturiert vorgestellt und umgesetzt. Auch mit dem nötigen sozialen Engagement agierte sie als Bezugsperson für Newcomer und Einzelkämpfer. Weit mehr als eine gute Mitarbeiter*in – EIN VORBILD! Dem zu Folge ließ die Beförderung nicht lange auch sich warten, und die lang ersehnte Karriere startete an diesem Zeitpunkt.

Diese Kurzgeschichte sollte uns zu verstehen geben, dass wir gerade im beruflichen Leben nicht zu Beginn aus dem Vollen schöpfen sollten. Gerade bei einem Jobwechsel werden neuen Mitarbeiter*innen perfekte Chancen zur Verfügung gestellt, sich von der besten Seite zu zeigen und den Vorgesetzten vollständig zu überzeugen – und eben auch darüber hinaus. Und genau über dieser Hürde entstehen die Abzweigungen in Richtung Karriere!

„Erst einen Schritt zurück, dafür später die Karriereziele übersteigen!“

Tief in uns träumen wir alle groß und vom erdenklich Unerreichbaren – wir stellen uns die Welt vor, wie sie für uns perfekt erscheint! Das ist gut so, denn auch Träume ermutigen uns, lassen uns für eine kurze Zeit Abstand von der Realität nehmen und neue Kraft tanken. Aber Achtung, Träume sind keine Ziele, bzw. sollten keine sein. Verwende Träume zur Motivation und Ziele für die angestrebte und erreichbare Endstation in deiner Berufslaufbahn.

UNSER FAZIT FÜR DICH

Eine Karriere will erobert werden, nur selten wird sie uns „in die Wiege“ gelegt und sie klopft ganz unerwartet an unserer Bürotür an – wenn doch, liegt das Angebot sicherlich der besonders guten Arbeitsweise zu Grunde! Mit jedem Jobwechsel wächst die Chance auf beruflichen Erfolg – genau diese Ereignisse sollten von den Mitarbeiter*innen zumindest im Vorfeld ausgemalt werden. Dazu genügen folgende zwei Fragen an sich selbst:

  1. Ermöglicht mir das neue Arbeitsumfeld Karriere- bzw. Aufstiegschancen?
  2. Möchte ich überhaupt Karriere machen?

Das Team von steirerjobs.at wünscht viel Erfolg beim Stecken von spannenden Karrierezielen. Aber noch viel wichtiger - BEIM ERREICHEN!

Quelle: www.wikipedia.org/wiki/Karriere

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