Familie und Karriere

Die Frage, wie sich Familie und Karriere miteinander vereinbaren lässt, betrifft sowohl Frauen als auch Männer. Erstere sind dennoch häufiger damit beschäftigt eine Antwort zu finden, da die traditionelle Rolle der Frau in unserer Gesellschaft noch nicht ganz aus den Köpfen verschwunden ist. Wie lässt sich eine familienorientierte Arbeitssituation schaffen, die sowohl den Erwartungen der Arbeitgeber als auch den Wünschen der Arbeitnehmer/innen entspricht?

Familie und Karriere vereinen

Die Notwendigkeit - Familienleben vs. Karriereleben

Die sinkenden Geburtenraten sind auch ein Indiz darauf, dass viele Frauen und Männer um ihr berufliches Fortkommen fürchten, wenn sie Elternzeit in Anspruch nehmen. Die Auswirkungen auf die gesellschaftspolitische Situation sind ersichtlich. Hinzu kommen die steigende Lebenserwartung und die damit in den Mittelpunkt rückende Pflegesituation älterer Menschen. Bis vor kurzem wurde vermutet, dass die fortschreitende Technik für kürzere Arbeitszeiten und mehr Freizeit sorgen würde. Das Gegenteil ist der Fall. Im Vergleich zur Mitte des letzten Jahrhunderts ist die Anzahl der Arbeitsstunden sogar gestiegen. Als Gründe dafür werden unter anderem die gesellschaftliche Orientierung und wirtschaftliche Notwendigkeiten genannt.

Längere Arbeitszeiten, steigende Lebenshaltungskosten und die Angst vor der Arbeitslosigkeit beeinflussen die Familienplanung entscheidend. Hinzu kommt die große Sorge, während der Elternzeit den beruflichen Anschluss zu verpassen, als Teilzeitmitarbeiter den Erwartungen der Arbeitgeber nicht gerecht werden zu können und aufgrund von Ausfallzeiten Nachteile zu erleiden.


Welche Möglichkeiten haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

Mehrere Vorschläge und Lösungsansätze stehen bereits seit einiger Zeit im Raum und zur Diskussion. Erfreulich ist, dass die Arbeitgeber sich der Notwendigkeit einer Neuorientierung zum Work-Life-Balance bewusst werden und entsprechende Schritte planen und umsetzen. Dazu gehören:

Flexible Arbeitszeitmodelle, die über eine Teilzeitregelung hinausgehen, zum Beispiel mit Hilfe von Arbeitszeitkonten, die die geleisteten Stunden unabhängig von Zeit und Ort sammeln. Zeitguthaben kann für notwendige Freistellungen genutzt, "Minusstunden" können später aufgefüllt werden. Sofern Aufgabenbereich und Funktion es zulassen, kann auch die Einrichtung von Telearbeitsplätzen eine Lösung sein. Betriebseigene Kinderbetreuung, die beispielsweise mit einem betrieblichen Kindergarten oder einer Kinderkrippe realisiert wird. Auch die innerbetriebliche Betreuung von Schulkindern während der Ferien und die Option, bei Bedarf das Kind mit an den Arbeitsplatz zu nehmen, können für eine ausgewogenere Bilanz zwischen Familie und Beruf sorgen. Externe Dienstleister, inzwischen hat sich für die Work-Life-Balance eine eigene Dienstleistungsbranche etabliert. Zu den Angeboten gehören die fundierte Beratung von Unternehmen, die Vermittlung von Betreuung für Kinder und Pflegebedürftige, Abholdienste, Haushaltshilfe und vieles mehr.

Dein Team von steirerjobs.at

 

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