Storytelling im Bewerbungsschreiben

Deinen Lebenslauf zu erstellen und diesen mit möglichst vielen professionell wirkenden Elementen zu befüllen, ist die eine Sache. Doch dem Unternehmen klar zu machen, warum gerade deine Erfahrungen von Nutzen sein werden, ist dann schon etwas anderes. Klar, ein guter Lebenslauf hat selten geschadet, doch um das Ganze wirklich abrunden zu können, solltest du ein wirklich gut verfasstes Bewerbungsschreiben nicht unterschätzen. Vor allem, wenn du dich aufgrund mangelnder Ausbildung oder Berufserfahrung deinen Kontrahent*innen unterlegen fühlst, solltest du dich erst recht mit deinem Bewerbungsschreiben gut verkaufen können. Im Folgenden erfährst du einige Ratschläge, die dir helfen, das Beste aus deinem Anschreiben herauszuholen. Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen!

Storytelling im Bewerbungsschreiben

Werde zum Helden deiner eigenen Geschichte

Präsentiere dich als Produkt deiner Erfahrungen: Ausgehend davon, dass dein Lebenslauf bereits fertiggestellt ist, geht es nun darum deinen bisherigen Lebensweg durch Kreativität in ein stimmiges Konzept zu bringen. Es mag vielleicht irritierend wirken, dass du zwei Semester Biologie studiert hast, bevor du deinen Bachelor in Volkswirtschaftslehre absolviert hast. Ebenso könnte es unstimmig wirken, dass du zwischen deiner Lehrabschlussprüfung eine Lücke von einem halben Jahr hast, bevor du eine Fixanstellung angetreten hast. Aber keine Sorge, genau für solche Umstände wurde wohl das Bewerbungsschreiben erfunden. Halte dich nun an folgende Schritte:


3 Tipps für dein erfolgreiches Bewerbungsschreiben

1. Wohin willst du?

Bevor du den ersten Satz deiner Bewerbung schreibst, solltest du dir im Klaren sein, wo du dich zukünftig in dem Unternehmen siehst bzw. was du genau anstrebst. Dieser Part ist besonders wichtig, da du darauf aufbauend deinen bisherigen Weg abstimmen kannst. Hier ist allerdings nicht gemeint, dass du Sachen hineindichten sollst, die gar nicht wahr sind. Es geht vielmehr darum, die Argumentation deiner Lebensabschnitte gezielt zu wählen. Mach dir also klar, was deine angestrebte Stelle für Anforderungen mit sich bringt. Notiere dir alle fachlichen und charakterlichen Erfordernisse, die in der Ausschreibung gefordert sind. Gehe dann noch eine Ebene tiefer und überlege dir weitere Punkte, die dein Vorgesetzter / deine Vorgesetzte von dir erwartet.

2. Wie sah dein bisheriger, beruflicher Weg aus?

In Schritt zwei geht es nun darum, all die Anforderungen erneut zu betrachten und mit deinem Lebenslauf abzugleichen. Welche Berufserfahrung kannst du vorweisen? Welche Qualifikationen untermauern deine Fähigkeiten? Schränke dich bei diesen Fragen allerdings nicht unnötig selbst ein. Einem Informatik Studierenden etwa, wird oft das Klischee zugesprochen, eher introvertierter und zurückhaltender zu sein. Wird in der Stellenbeschreibung jedoch ein hohes Maß an Teamfähigkeit, sprachlicher Ausdrucksfähigkeit und ähnliches gefordert, kann man dem geschickt entgegenwirken. Hier empfiehlt es sich bewusst Dinge aus dem Lebenslauf herauszupicken, die dieses Vorurteil widerlegen. Hieltest du vielleicht schon eine Menge Präsentationen während deiner Studienzeit? Hast du nebenher gekellnert, warst im Verkauf tätig oder in Vereinen aktiv? Alle diese Punkte kannst und solltest du zur Entkräftigung deiner vermeintlichen Schwächen und zum Beweis deiner Stärken heranziehen.

3. Was wird dein (Karriere-)Weg sein?

Nachdem du nun möglichst viele der geforderten Attribute und fachlichen Voraussetzungen mit deinem bisherigen Erfahrungsschatz abgeglichen hast, gilt es diese in eine stimmige Geschichte zu verpacken. Dabei sollte der Leser / die Leserin das Gefühl bekommen, dass du immer genau wusstest, was du wolltest. Herausfordernd kann das vor allem bei starken Richtungswechseln auf deinem Lebensweg sein. Ausbildungs- und Arbeitswechsel sind hier wohl der häufigste Fall. Hier solltest du deinem zukünftigen Chef / deiner zukünftigen Chefin wenig Raum für Interpretationen lassen. Hast du innerhalb eines Jahres zwei Vollzeit-Arbeitsverhältnisse beendet, wirft das Fragen auf, es sein denn, du beantwortest diese noch bevor erste Zweifel aufkommen. Begründe, warum du zu diesem Schritt gezwungen warst und argumentiere, warum es diesmal anders sein wird.

Mach dem Leser/der Leserin auch klar, dass du dich bereits im Unternehmen die Karriereleiter heraufklettern siehst. Verschriftliche deine Pläne, die auch im Interesse des Unternehmens sein sollten. Dadurch erleichterst du deinem Vorgesetzten/deiner Vorgesetzten auch gleich die Vorstellung, wie es denn wäre, dich im Unternehmen zu haben.


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UNSER FAZIT FÜR DICH

Menschen lieben Geschichten…

… und die Mitarbeiter*innen aus der HR-Abteilung sind nun einmal auch nur Menschen. Du darfst diese daher gerne mit deinem Bewerbungsschreiben unterhalten. Das Ziel sollte sein, möglichst viele Gründe für dich als neue Mitarbeiter*in in eine zusammenhängende Geschichte zu verpacken. Wie schon angedeutet darf die Erzählung gerne einige Jahre bis nach deinem erhofften Arbeitsbeginn gehen. Eine selbstbewusste Argumentation gepaart mit einer Vision deiner (beruflichen) Zukunft kann den Ausschlag dafür geben, dich für das entscheidende Vorstellungsgespräch einzuladen. Daher solltest du auf diesen Schritt nicht verzichten.

Mit diesen Tipps sollte deinem optimalen Bewerbungsschreiben nichts mehr im Wege stehen. Das Team von steirerjobs.at wünscht dir viel Erfolg im Bewerbungsprozess.

Blogbeitrag von Dominik Haintz

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