Optimale Bewerbungsunterlagen für Druck und Web

Der erste Eindruck zählt, vor allem bei Bewerbungen. Gerne wird vergessen, wie entscheidend die ersten Sekunden bei der Betrachtung von Bewerbungsunterlagen wirklich sind. Erfahre hier hilfreiche Tipps, die gerade in den ersten wichtigen Sekunden deine Bewerbung positiv herausstechen lassen oder dir noch eine kleine Hilfe im Endspurt sein können:

Die optimalen Bewerbungsunterlagen

Mit optimalen Bewerbungsunterlagen bist du deinem Karriereziel einen großen Schritt näher!

Strukturierte Unterlagen im modernen Design, gerne auch an den Firmenfarben angelehnt, fallen nicht nur positiv auf, sondern haben auch eine höhere Chance in guter Erinnerung zu bleiben. Für ein gelungenes Auftreten, digital oder auf dem Papier, musst du kein Experte sein, sondern dich einfach ein wenig informieren. Auf Plattformen wie Pinterest oder Behance findest du beispielsweise top designte CVs zur Inspiration, die du als Vorlage für persönliche Bewerbungsunterlagen verwenden kannst. Auch MS Word bietet dir mittlerweile schon Vorlagen in ansprechenden Designs, welche du mit persönlichen Daten befüllen kannst. Mit einer eigenen Farbpalette und durch Veränderungen der Schriftarten kann sehr einfach ein individuelles Layout entstehen, welches sich zusätzlich vom „Vorlagen-Charakter“ distanziert.


Gestaltung für Druck oder Web? Der goldene Mittelweg ist die Lösung für deinen beruflichen Erfolg

Natürlich ist es branchenabhängig, ob die Unterlagen der / dem InterviewerIn in ausgedruckter Form oder auf dem Tablet zur Verfügung gestellt werden. Da es auch Geschmackssache der Arbeitgeberin / des Arbeitsgebers ist, ob die Dokumente analog oder digital zur Hand genommen werden, empfiehlt sich, bei der Gestaltung der Bewerbung immer der goldene Mittelweg. Folgende Punkte helfen dir dabei, die Unterlagen für beide Fälle optimal bereitzustellen:

1.) Dateiformat: PDF

PDF ist das gängigste und sicherste Format. Es ist praktisch und wirkt vollständig. Eine offene Word-Datei hingegen vermittelt eher einen „Baustellen“-Charakter und lässt nach dem Öffnen (versehentliche) Veränderungen im Text zu. Das Anschreiben, der Lebenslauf und die Zeugnisse am besten einheitlich als PDF-Format abspeichern und mit richtigem Titel und eigenem Namen benennen. Vermeide also einen Dateiformat-Mix! Solltest du eine interaktive PDF gestalten, also mit integrierten Links, schicke die Datei einem Freund oder einer Freundin mit einem anderen Betriebssystem. Beispielweise Apple auf Microsoft, um zu testen ob alles wirklich so klickbar ist, wie es von dir geplant ist!

2.) Drucker haben eigenwillige Persönlichkeiten!

Oftmals sind Office-Drucker keine High-End-Geräte, und die Gefahr für feuchtes, in Farbstufen getränktes Papier, ist sehr hoch. Außerdem drucken Drucker niemals randlos! - bis zu 0,4 cm Rand bleiben daher weiß. Das solltest du bei der Gestaltung deiner Unterlagen immer im Hinterkopf behalten, denn auf Bildschirmen betrachtet wird das oft gar nicht bedacht. An den Rand gepferchte Symbole oder Linien sind dann abgeschnitten und fallen später in gedruckter Form optisch unangenehm auf. Um diese Fehler zu vermeiden, solltest du die Unterlagen zuhause selbst in schwarz-weiß (mit bewusst schlechter Qualität) drucken – ist noch alles lesbar? Dann sind deine Bewerbungsunterlagen auch vor den schlechtesten Office-Druckern sicher. Bringe deine Unterlagen sicherheitshalber selbst ausgedruckt mit, somit wirkst du nicht nur vorbereitet, sondern kannst Vorort noch einmal einen gelungenen Ausdruck vorlegen, sollte dein Gegenüber eine nicht so schöne Version vor sich liegen hat.

3.) Vermeide große Farbflächen!

Passend zum oben genannten Punkt sind große Farbflächen wie zum Beispiel ein Vollton-Hintergrund oder große Fotos nicht vorteilhaft im Druck. Es kann passieren, dass der Drucker das Papier völlig durchnässt oder die Farbe nicht wie auf dem Bildschirm dargestellt ausdruckt. Möchtest du dennoch nicht auf eine Hintergrundfarbe verzichten wähle pastell-töne oder sehr helle Farben um auf der sicheren Seite zu sein. Kennst du schon das Color-Wheel von Adobe, um Farben optimal zu kombinieren? Hier findest du den Link, um harmonische Töne zu wählen: www.color.adobe.com/de/create/color-wheel/

4.) Auf die Fotoqualität achten

Oft findet man in Lebensläufen hübsche Bilder, die aber durch schlechte Qualität an Wert verlieren. Ist das Bild bereits am Bildschirm verpixelt, macht es der Ausdruck auch nicht besser. Die Milchmädchen-Rechnung lautet daher: Liegt die Dateigröße über 500 kb, kann man von einem passabel aufgelösten Passbild sprechen, bei größeren Bildern im Lebenslauf sollte die Datei auf jeden Fall um die 1MB Größe besitzen. Überschreite die 1 MB aber nicht zu weit, denn deine Dateien sollen sich auch gut Öffnen lassen und per Mail problemlos zu versenden gehen. Da dein Foto den Großteil des ersten Eindrucks ausmacht, empfiehlt sich vor der Bewerbungsphase einen Fotografen auszusuchen. Für weniger Budget kann auch eine gute Handykamera herhalten. Aber Achtung: Keine Selfies und einen ruhigen Hintergrund wählen! Am besten im Internet nach Beispielbildern suchen, und diese bestmöglich nachstellen. Lass dir von Freunden oder Bekannten helfen.

5.) Fußzeile bei mehrseitigen Lebensläufen einfügen

Nicht nur um das digitale Dokument abzurunden, sondern auch um zerwürfelte Seiten im Kopierraum zusammenzuhalten: Eine Fußzeile mit „Seite 1 von 3 / Bewerbung Max Meier“ zeugt von einer vorausschauenden, strukturierten Arbeitsweise und hilft der/dem ArbeitgeberIn im Bedarfsfall die Seiten schnell und richtig ordnen zu können. Das gibt einen sehr positiven und professionellen Eindruck von dir!

6.) Vorsicht beim Nachbasteln von Firmendesigns!

Grundsätzlich ist es als nette Idee gedacht, das Firmendesign in die Bewerbungsunterlagen einfließen zu lassen. Das kann aber auch schnell unbeholfen wirken, wenn du nicht genau die Farbe, die Schrift und die Layoutsprache triffst. Die exakten Firmenfarben triffst du mit einem Color-Picker in deinem Browser, um die Farbsprache des Unternehmens direkt von dem jeweiligen Webauftritt abzuleiten. Möchtest du dich explizit bei einer bestimmten Firma bewerben, bist du auf der sicheren Seite, wenn du das Logo möglichst dezent in die eigenen Unterlagen einfließen lässt und die Firmen-Farbfamilie, beispielsweise Blautöne, bei Schrift und Symbolen verwendest. Dabei betonst du den bewussten Bezug zur Firma, ohne unwissentlich eine Grenze zu überschreiten. Achtung auch bei der Verwendung von Firmenlogos! Oftmals gibt es Re-Designs und du könntest eine alte Version verwenden. Auch die Auflösung sollte mit Bedacht gewählt werden, schließlich möchtest du dem Unternehmen nicht eine verpixelte Version ihres eigenen Logos präsentieren.

UNSER FAZIT FÜR DICH

Für die optimale Darstellung von deinen Bewerbungsunterlagen:

Zusammenfassend kann man also festhalten, dass du nie genau wissen kannst, wie deine versendeten Bewerbungsunterlagen weiterverarbeitet werden. Du kannst aber davon ausgehen, dass die Unterlagen zu allererst auf Bildschirmen betrachtet werden. Beim Öffnen der PDF Datei sollte also sofort ein stimmiges Bild erscheinen. Je nach Position kann auch eine/n professionelle/n Grafikdesigner oder Grafikdesignerin engagiert werden. Dieser Feinschliff ist zwar nicht immer notwendig, kann aber helfen, deine Professionalität zu unterstreichen. Ob du dafür einen Freelancer oder eine Agentur heranziehst ist budgetabhängig. Ab 300,- Euro aufwärts sind dem optischen Polieren allerdings keine Grenzen gesetzt und dein Zeitaufwand beschränkt sich rein auf die Bereitstellungen der persönlichen Eckdaten. Zu guter Letzt: Vergiss nicht deine Unterlagen Korrekturlesen zu lassen! Oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und du vermeidest so peinliche Rechtschreibfehler oder Buchstabendreher. Nach all diesen Tipps kann nun nichts mehr schiefgehen…

Viel Erfolg für deine Bewerbung!

Blogbeitrag von Alexandra Zieger, BA

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