Work Life Balance: To-do-Liste für ein "gesundes" Gleichgewicht

Der Begriff Work Life Balance ist schon lange Zeit in aller Munde. Arbeitgeber setzten Maßnahmen zur stetigen Entwicklung einer guten Balance zwischen Berufs- und Privatleben ihrer Mitarbeiter*innen. Damit steigern die Unternehmen nachhaltig ihr Arbeitgeberimage und erzielen eine langfristige Mitarbeiterbindung. Es wird davon ausgegangen, dass glückliche Arbeitskräfte bessere Leistungen erbringen und glücklicher bei der Arbeit erscheinen. Daraus entstand das immer mehr vertretende Home Office, sowie der Einsatz von Gleitzeit und generell flexiblen Arbeitszeiten. Spricht also jemand von einer Work Life Balance, herrscht in seinem Leben ein Gleichgewicht zwischen beruflichen und privaten „Pflichten“. Was nun aber zu einer Work Life Balance verhilft und wie du sie noch viel wichtiger langfristig halten kannst, möchten wir dir in diesem Beitrag erklären. Werde auch du glücklicher in deinem Job mit Tipps von steirerjobs.at!

Work Life Balance

Definition: Was bedeutet Work Life Balance?

Unter dem Begriff wird das Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben verstanden. In einfachen Worten hast du neben deinem Berufsalltag immer noch genügend (Frei-)Zeit, dich um private Angelegenheiten zu kümmern. Diese „JOB & HOME BALANCE“ ist nicht nur für unsere berufliche Leistungsfähigkeit wichtig, sondern auch für die innere Zufriedenheit und GESUNDHEIT. Bei zeitlicher Überbelastung, Stress und Überforderung im Job, kommt das Privatleben bei vielen Arbeitnehmer*innen zu kurz.

Zu viel Arbeit führt schlussfolgernd zu Überstunden

Gerade in entscheidungsreichen Positionen, in denen ein hohes Maß an Verantwortung getragen werden muss, verbringt der verantwortliche Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin regelmäßig mehrere Stunden bei der Arbeit, um beispielsweise dem wachsenden Unternehmenserfolg beitragen zu können. Jedoch nicht nur Führungskräfte sind in diesem „Kreis der Unendlichkeit“ gefangen, auch viele Mitarbeiter*innen in Produktionsfirmen werden den Ressourcen von geforderter Zeit und Leistungsvolumen nicht gerecht. So ist die logische Schlussfolgerung, Überstunden zu leisten.

Jedoch was sagen Familienangehörige und Freunde? Diese Parallelwelten unter einen Hut zu bekommen, ist eine große Herausforderung für alle berufstätige Menschen – auf Dauer wird es auch manchen Organisationstalenten am Gemüt zerren, deswegen sollten betroffene Mitarbeiter*innen frühzeitig die Notbremse ziehen und mit dem Vorgesetzten ein persönliches Mitarbeitergespräch zu führen.

Ein funktionierendes Zeitmanagement und das Einordnen von Prioritäten werden für eine funktionierende Work Life Balance vorausgesetzt. Besonders berufstätige Mütter leiden häufig unter der Doppelbelastung von Kindererziehung und Karriere. Was hilft, ist eine gründliche Analyse der eigenen Wünsche und Bedürfnisse, um dauerhaft leistungsfähig, glücklich und gesund zu bleiben.


Erste Work-Life-Balance-Maßnahmen für dich:

Wie schaffe ich eine Work Life Balance? Betroffene Mitarbeiter*innen sollten die Zeit so einteilen, dass nicht nur für die Arbeit "gelebt wird". Pausen sind in stressigen Phasen bedeutsamer denn je und tragen wesentlich zu einer ausgewogenen Work Life Balance bei.

Gönne dir

  • Pausen,
  • Phasen zur Entspannung und
  • der Ruhe,
  • indem du den Arbeitsplatz regelmäßig verlässt und dir eine kurze Zeit für dich selbst nimmst.

Dieses Vorgehen sollte fester Bestandteil deines Arbeitsalltages werden, um für ein gutes Verhältnis zu schaffen.

Gerade die freien Stunden sollten bewusst mit schönen Erlebnissen geschmückt werden, um wieder frische Energie zu tanken. Durch Aktivitäten und Ausflüge am Wochenende kannst du die wertvolle Lebenszeit nutzen, um Freude zu besuchen, eine neue Stadt zu entdecken, oder wieder einmal mit deinem Partner ausgehen - pflege deine sozialen Kontakte. So vermeidest du das Gefühl, im Leben etwas zu verpassen, da die meiste Zeit für den Job investiert wird. Auch die körperlichen Aktivitäten sollten nicht zu kurz kommen, da Stress mit Sport abgebaut werden kann. Nicht zuletzt solltest du versuchen, so viel Zeit wie möglich in der freien Natur zu verbringen, ein Spaziergang im Wald hat beispielsweise einen sehr hohen Erholungswert.


Exkurs: Einfluss der Generation Y auf den Arbeitsmarkt

Bei der Generation Y handelt es sich um Personen, die zwischen 1980 bis 1990 geboren sind und maßgeblich Einfluss auf die Trends am Arbeitsmarkt nehmen. Es werden berufliche Anforderungen ausgesprochen und eingefordert, um eben für eine gesunde Work Life Balance zu sorgen. Diese Generation Y scheint verstanden zu haben, welche Wichtigkeit hinter einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen Freizeit und Arbeit steckt und wie dieses eingefordert werden kann. Dementsprechend wird das Verlangen nach beispielsweise flexiblen Arbeitszeitmodellen immer größer, das heute zu den beliebtesten Mitarbeiterbenefits zählt.

Work-Life-Balance - Einfluss der Generation Y - steirerjobs.at


Deine Work Life Balance ist im Ungleichgewicht?

Ist deine persönliche Belastungsgrenze bei der Arbeit erreicht und du fühlst dich überfordert, solltest du das Problem offen mit deinem Vorgesetzten besprechen und versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden. Grundsätzlich sollte die Möglichkeit immer bestehen, Aufgaben und berufliche Verantwortlichkeiten zu delegieren – das Gute daran, andere Mitarbeiter*innen freuen sich über neue Aufgabenstellungen und fühlen sich wertgeschätzt.

Ansonsten drohen erste Anzeigen für ein mögliches Burnout. Wenn es gar nicht anders geht, kann man zum letzten Mittel greifen und beruflich etwas zurücktreten und die aktuelle Arbeitszeit überdenken. Wem es wichtig ist, Zeit mit seinem Partner, seiner Familie und Kindern zu verbringen, der sollte die Möglichkeit einer Arbeitszeit-Reduzierung nicht ausschließen. Auch das kann innerhalb eines persönlichen Mitarbeitergesprächs in engeren Betracht gezogen werden.


Initiative ergreifen und eine Work Life Balance schaffen

Bevor man beginnt, bedeutsame Prioritäten am Arbeitsplatz zu setzen, sollte es einem bewusst werden, in welchem Bereich zurückgetreten werden sollte/möchte. Welche Tätigkeiten sind mit einem derart großen Arbeitsaufwand verbunden, dass ein anderes Bedürfnis auf der Strecke bleiben muss. Meist spielt sich das Ungleichgewicht, wie es der Name „Work Live Balance“ schon sagt, zwischen dem Berufsleben und dem Privatleben ab. Jedoch muss das nicht immer so sein!


To-do-Liste zur Ausgewogenheit

Grundbedürfnisse und Wesentliches selektieren

Zuerst sollten die persönlichen Bedürfnisse priorisiert werden, bevor erst an einer Work Life Balance gearbeitet werden kann. Überlege dir also in erstem Schritt ganz genau, was dir von Berufs- und Privatleben am wichtigsten erscheint und reihe alles Unwichtige dahinter. Vielleicht ergeben sich an dieser Stelle bereits weniger bedeutsame Projekte, die ganz einfach weggelassen werden können.

An dieser Stelle möchten wir kurz die Digitalisierung und Automatisierung ansprechen, die sich mit rasanter Geschwindigkeit entwickelt und auch schon längst Einzug im Arbeitsalltag hält. Ziehe auch in Erwägung, gewisse Arbeitsprozess durch IT-Lösungen zu automatisieren? Oftmals werden altbewährte Prozesse nicht mehr reflektiert, da sie schon seit Jahren erfolgreich funktionieren. Ist das vielleicht auch in deinem Unternehmen der Fall? JA? Dann hast du schon des Rätsels Lösung gefunden.

Persönlichkeit reflektieren

Auch hier handelt es sich um eine 1. persönliche Analyse eines jenen selbst.

Frage dich offen und ehrlich: Bin ich glücklich? - beziehe beide "Leben" (Privat & Beruf) in diese Frage mit ein! Sollten mehr als 50 % deiner Argumente gegen deinen Job sprechen, ist es definitiv Zeit für eine Optimierung am Arbeitsplatz oder gar eine neue berufliche Herausforderung.

Dafür befindest du dich auf der richtigen Plattform: Stöbere doch gleich mal in den aktuellen Jobs in der Steiermark, oder in den aktiven Stellenangeboten in Graz.

Aufgaben delegieren - Verantwortung loslassen (können):

Nicht alle betroffene Mitarbeiter*innen sind in einer Funktion, Aufgaben abzugeben. Wage auch als Führungskraft den Schritt und schenke deinem Team das nötige Vertrauen, dir unterstützend unter die Arme zu greifen. Es ist nicht immer zielführend zu denken, man könne alles selbst am besten. Bist du ein Teil eines großen Teams, solltest du mit deinem Vorgesetzten über mögliche Aufgabenaufteilungen sprechen. Überlege dir allerdings vor der Besprechung potenzielle Optimierungsmaßnahmen – so bist du vorbereitet und kannst Pluspunkte für deinen Stellenwert im Beruf sammeln!

Ein kleiner Tipp zur Inspiration: Ein Problem ist nur halb so groß, wenn bereits eine Lösung mitkommuniziert wird!

Die Arbeit bleibt bei der Arbeit!

Die beruflichen Gedanken sollen bei der Arbeit bleiben und sollten dich auf keinen Fall bis nach Hause begleiten. Das ist manchmal leichter gesagt als getan! Das Treffen von Familienmitgliedern und Freunden kann in diesen Situation Wunder wirken, um tatsächlich abschalten zu können. Für eine gute Work Life Balance müssen wir Menschen uns auch manchmal zum Glück zwingen. Kombiniere diese schönen Ereignisse mit einem Spaziergang an der frischen Luft. Ausdauersport lässt dich außerdem auspowern und hilft dir dabei, schneller Last abzubauen.

Ziele setzen und realisieren

Ziele motivieren Arbeitnehmer*innen! Erreichen wir sie nach kürzester Zeit, sind wir vor Freude nicht mehr zu halten. Um sich selbst auszutricksen, setze realistische Etappenziele und erfreue dich an Kleinigkeiten. Teile deine Erfolge mit Projekt- und/oder Familienmitglieder und schenke dir selbst Anerkennung dafür – auch dieses Gefühl trägt einer bedeutsamen Motivation im Job, aber auch privat bei.

Unangenehme Dinge zuerst

Sitzt dir eine Besprechung, eine Präsentation oder ein Konfliktgespräch im „Nacken“, dann solltest du diese Dinge zu Tagesbeginn angehen. Somit kannst du für den restlichen Tag durchatmen und locker an deine Arbeit gehen, denn schlimmer kann es offensichtlich nicht mehr werden.

Stress „mögen/lieben“ lernen:

Zeitdruck zu haben, gehört zu unserem „täglichen Brot“! Heute – durch den Wandel der Zeit, der Schnelllebigkeit und der Digitalisierung geht es kaum mehr anders. Wir müssen also lernen, damit umzugehen. Viele Menschen behaupten sogar, Zeitdruck zu lieben! Können wir Prioritäten setzen und uns damit abfinden, eine Aufgabe erst am Folgetag zu erledigen, sind wir der „Stress-Freundschaft“ einen bedeutsamen Schritt nähergekommen! Versuch es doch einmal.

Eine weitere Strategie ist es beispielsweise, Projekte auf Eis zu legen, die wegen fehlenden Ressourcen bislang wochenweise vor sich hingeschoben wurden. Eine weitere Variante ist montags ein Wochenplan zu erstellen, um für die restlichen Arbeitstage nach einem roten Faden zu arbeiten.

Nein sagen!

Entscheidend für eine funktionierende und langanhaltende Work Life Balance ist das Können von "NEIN" zu sagen. Nehmen wir alle neuen Aufgaben an, ohne mit den Projekten von vorheriger Woche fertig zu sein, wird es mit der Motivation nicht mehr lange positiv aussehen. Dabei muss es sich nicht nur um projektbezogene Situationen handeln, sondern auch eine übereifrige Hilfsbereitschaft kann an der eigenen Work Life Balance ordentlich zerren. Ein bisschen bzw. ein gesunder Egoismus ist auch im Arbeitsleben in Ordnung. ?

„JA-Sager*innen“ droht die Gleichgültigkeit!“ Hier heißt es dann wieder, Notbremse ziehen und ein Mitarbeitergespräch einberufen.


UNSER FAZIT FÜR DICH

Aus den obenstehenden Maßnahmen machen deutlich, dass die Ursachen für ein Ungleichgewicht von Privat- und Berufsleben klar im Business-Bereich liegen. Der heutige Arbeitsalltag hat sich stark verändert, indem Arbeitnehmer*innen einem immer größer werdenden Druck ausgesetzt sind. Da kann man schon einmal den Überblick des Wesentlichen verlieren. Bedeutsam und auch entscheidend sind an dieser Stelle die Mitmenschen, die es gut mit einem meinen, Hilfe anbieten und einem auf zu viele Überstunden hinweisen. Das Team von steirerjobs.at wünscht an dieser Stelle viel Erfolg beim Schaffen einer angenehmen Work Life Balance – sie ist wichtiger denn je!

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