Vollzeitjob und Hund

Viele Menschen wünschen sich einen vierbeinigen Begleiter an ihrer Seite, doch nur die wenigsten erfüllen sich diesen Traum, weil sie Vollzeit arbeiten. Der folgende Artikel beschäftigt sich mit den Fragen, ob und wie du mit einem Vollzeitjob einem Hund gerecht werden kannst und welche Voraussetzungen du mitbringen solltest. Erfahre in diesem Artikel außerdem, was du bei der Anschaffung deiner zukünftigen Fellnase beachten solltest und wie es trotz Vollzeitjob funktionieren kann.

Vollzeitjob und Hund

Vollzeitjob – das Ende des „Traum vom eigenen Hund“? 

Dies ist eine sehr heiß diskutierte Frage unter Hundehalter*innen. Manche meinen ein Vollzeitjob und ein eigener Hund schließen sich gegenseitig aus, während wiederum andere sagen, es könnte funktionieren. Fakt ist, ein sehr stressiger Vollzeitjob, wo der Hund vielleicht zehn Stunden (du musst auch die Fahrt von und zur Arbeit miteinrechnen) zuhause allein verbringen muss, ist nicht die ideale Voraussetzung, um dir einen Hund zu halten. Wenn du nahe an deiner Berufsstädte wohnst, könntest du in der Pause heimfahren und somit dem Hund wenigsten seine Grundbedürfnisse erfüllen. So wird das alleine bleiben in zwei Tageshälften eingeteilt. Der Idealfall wäre natürlich, wenn dich dein Vierbeiner in die Arbeit begleiten darf. Es gibt auf jeden Fall Möglichkeiten, wie du Karriere und Hund unter einem Hut bringen kannst. 


Welcher Hund passt zu mir?

Vielleicht hast du dir auch schon Gedanken darüber gemacht welcher Hund dir gefallen könnte. Aber schau dir auch, die Wesenszüge der Rasse an. Es gibt für Anfänger geeignete Hunde und Rassen, und jene die bei erfahrenen Hundehaltern besser aufgehoben sind, denn manche brauchen mehr Auslastung, als andere. Auch das Alter des Hundes spielt eine wichtige Rolle.

Vollzeitjob und Welpe – geht das? 

Wenn du planst, deinen Hund 8-10 Stunden, oder auch länger am Tag allein zu lassen, rate ich dir dringend von einem Welpen ab. Die kleinen Hundekinder brauchen, gerade in der Anfangszeit, sehr viel Aufmerksamkeit. Wie ein Menschenbaby auch, muss es behutsam an die Welt gewöhnt und stubenrein werden. Er sollte entsprechend sozialisiert und an Umweltreize gewöhnt werden. Wenn du einen Vollzeitjob und niemanden hast, der sich in deiner Abwesenheit um das Hundebaby kümmert und dich unterstützt, oder dir kein mindestens 12- wöchigen Urlaub zu Verfügung steht, solltest du dir keinen Welpen holen. 

Senioren aus dem Tierschutz oder vom Züchter 

Eine bessere Idee wäre dann schon ein etwas älterer, sozialisierter Hund aus dem Tierheim oder vom Züchter. Der Vorteil eines Tierheim-Hundes ist, dass manche von ihnen auch schon an das Alleine bleiben gewöhnt sind und auch meistens schon stubenrein sind. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass du deinen zukünftigen Wegbegleiter zuvor kennenlernen kannst und so prüfen kannst ob ihr zueinander passt. Trotzdem, auch einen älteren Hund sollte man nicht fünf Tage in der Woche für 8 Stunden lang allein lassen. 


Deine Freizeit gehört deinem Hund 

Bei der Anschaffung eines Hundes kommt es immer auf die individuellen Voraussetzungen an und auch darauf, inwieweit man bereit ist, auf manche Dinge zu verzichten. Wenn du jemand bist, der am Abend gerne ausgeht oder gerne reist, musst du dich darauf gefasst machen, dass das nicht mehr so einfach möglich ist. 

Wenn du einen Vollzeitjob hast, musst du den Großteil deiner Freizeit deinem Hund zugestehen. Ein Hund gehört geistig und körperlich ausgelastet, deswegen solltest du dir vor der Anschaffung folgende Fragen stellen: 

  • Bin ich bereit (fast) meine gesamte Freizeit dem Hund zu widmen?
  • Gibt es eine Beschäftigung, die ich gerne mit dem Hund machen möchte, um seinen Bedürfnissen gerecht zu werden?
  • Bin ich bereit meine Freizeit mit dem Training des Hund zu verbringen?
  • Verzichte ich auf meinen Urlaub oder plane ich den Urlaub so, dass der Hund mitkommen kann?
  • Ist für meinen Hund gesorgt, wenn ich einmal krank werde? 

Wie könnte es aber jetzt funktionieren? 

Du solltest dir unbedingt Gedanken um die Betreuung deines Hundes machen, bevor du ihn dir anschaffst. Folgende Fragen solltest du dir also vorab stellen: 

  • Würden deine Verwandten und Freunde bereit sein sich um deinen Hund zu kümmern, wenn du auf der Arbeit bist? 
  • Können du und dein*e Partner*in die Arbeitszeiten so legen, dass der Hund nicht so lange allein zuhause ist? 
  • Kannst du in deiner Mittagspause eventuell nach Hause fahren und dem Hund einen kurzen Auslauf bieten?  

Zeit und Ressourcen Management mit Vollzeitjob und Hund 

Einen Hund zu halten bedeutet, seine Bedürfnisse zu kennen und darauf reagieren zu können. Rituale im Alltag helfen dabei Struktur in das Zusammenleben zu bringen. Hunde sind Gewohnheitstiere und sind am wenigsten gestresst, wenn der Alltag vorhersehbar ist. Ein Hund braucht körperliche, sowie geistige Stimulation. Du könntest zum Beispiel vor Arbeitsbeginn genug Zeit für einen langen Spaziergang und ein bisschen geistige Auslastung einplanen. Beachte aber, dass der Hund nicht aufgedreht sein sollte, wenn du dann die Wohnung verlässt. Kleinschrittige Alleinbleib-Übungen erleichtern dem Hund die Stunden in denen du nicht da bist. Es versteht sich von selbst, dass du, wenn du von der Arbeit nachhause kommst, deine Freizeit für das Training, die Erziehung und für die artgerechte Auslastung deines Hundes bereithalten solltest. 


Mögliche Arbeitszeitmodelle und Lösungen 

Gleitzeitmodell

Wenn du in einem Gleitzeitmodell arbeitest, kannst du deinen Tag auf die Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt planen. Wenn du und dein*e Partner*in unterschiedliche Arbeitszeiten haben, könnt ihr diese eventuell so legen, dass der Hund so wenig wie möglich allein ist. 

Homeoffice 

Die idealste Form der beruflichen Tätigkeit und der Hundehaltung ist natürlich, das Homeoffice. Trotzdem solltest du, falls du auch mal Außentermine wahrnehmen musst, dem Hund das entspannte Alleinbleiben näherbringen. 


Hundesitter, Verwandte, Hundetagesstädte und Co. als Lösung für Vollzeitjob und Hund 

Hundesitter

Eine weitere Möglichkeit wäre ein* Hundesitter*in. Dies kann ein professioneller Dienstleister sein, oder auch ein*e tierliebe Student*in, die*der sich ein wenig Geld dazuverdienen möchte. Es gibt im Internet sehr viele Plattformen über die man mit Hundebetreuer*innen Kontakt aufnehmen und kommunizieren kann. 

 

Verwandte und Freunde

Wenn du Verwandte oder Freunde hast, die deinen Hund in deiner Abwesenheit betreuen könnten, wäre das natürlich ideal. Vielleicht hast du eine*n Familienangehörige*n, welche*r bereits in Pension ist und sich liebend gerne um deine Fellnase kümmern würde. 

Hundetagesstätte

Mittlerweile gibt es auch in Österreich einige gute Hundepensionen und Hundetagesstätten wo du deinen Hund unterbringen kannst. Diese Pensionen nehmen Hunde den halben oder ganzen Tag auf und bieten ihm artgerechte Beschäftigung, während du das Geld für das Hundefutter verdienst. 

UNSER FAZIT FÜR DICH

Vollzeit arbeiten zu gehen und die Haltung eines Hundes kann sehr herausfordernd sein. Wenn du aber einige Dinge beachtest und bereit bist, deine Freizeit mit der artgerechten Beschäftigung deines Hundes zu verbringen, kann es sogar sehr gut funktionieren. Ein wichtiger Aspekt ist, dass du deinem Hund das entspannte Alleinbleiben beibringst und für den Krankheitsfall einen Plan B hast. Am idealsten funktioniert es, wenn du Personen in deiner näheren Umgebung hast, die den Hund gerne in deiner Abwesenheit betreuen. Dadurch, dass es bereits professionelle Hundesitter*nnen und Betreuungseinrichtungen gibt, hast du eine gute Auswahl an Möglichkeiten, die dir dabei helfen können, den Traum vom eigenen Hund zu erfüllen. 

Außerdem könnte auch eine Mischform eine gute Lösung sein: Wenn der Hund 1-2 Tage in der Woche entspannt allein zu Hause bleiben kann und für die restlichen Tage eine Betreuungsperson auf ihn Acht gibt. Egal welche Variante, dein Vierbeiner und du müssen zufrieden mit der Lösung sein.

Blogbeitrag von Lisa Svaldo

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