Jobs mit Zukunft: Die Top 10 Zukunftsberufe

Klimakrise, Pandemie, Digitalisierung, Wandel und Fortschritt. Viele Faktoren beeinflussen den Arbeitsmarkt und verändern die Möglichkeiten und Aussichten in verschiedenen Branchen und Berufen. Die einen positiv, die anderen negativ. Wir haben hier eine Liste, in welchen Berufen die Zukunft besonders vielversprechend ist - eine Liste mit Zukunftsberufen.

Jobs mit Zukunft: Die Top 10 Zukunftsberufe

Entwicklungen am Arbeitsmarkt

Wie bereits erwähnt beeinflussen unterschiedliche Faktoren und Entwicklungen den Arbeitsmarkt. Manche Berufe und Branchen werden dadurch negativ beeinflusst. Wie? Ein paar Beispiele:

Die Klimakrise

Um der Erderwärmung entgegenzuwirken ist der Ausstieg aus fossilen Energieträgern notwendig. Jobs in dieser Branche sind deswegen langfristig sehr unsicher, ganze Branchen könnten in relativ naher Zukunft quasi aussterben. Energie brauchen wir aber doch?! Ja, deshalb wird immer mehr auf erneuerbare Energie beispielsweise durch Wasserkraft, Wind- und Solarenergie gesetzt. Diese Branche profitiert von dieser Entwicklung und wird in Zukunft mehr Fachkräfte benötigen. Die Jobs sind sicher und die Zukunft für Arbeitnehmer*innen ist in diesen Berufen deshalb vielversprechend.

Die Digitalisierung, Technologisierung und Automatisierung

Eine andere Entwicklung, die wohl jede*r kennt, ist die Digitalisierung. In diesem Beitrag über Digitalisierung haben wir die Entwicklung und deren Auswirkungen bereits im Detail erläutert und die Top 20 Berufe der digitalen Arbeitswelt vorgestellt. Die Digitalisierung birgt aber nicht nur für die digitale Welt Chancen. Digitalisierung, Technologisierung und Automatisierung führen dazu, dass immer mehr Arbeit von Computern und modernen Technologien übernommen wird und damit die Menschen als Arbeitskräfte ersetzt werden. Doch soziale Aufgaben wie die Betreuung und Erziehung von Kindern oder die Pflege von Menschen können diese Technologien nicht übernehmen. Gerade die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig diese Berufe für die Gesellschaft sind. Auch hier werden also langfristig Fachkräfte benötigt.


Was sind Zukunftsberufe?

Zukunftsberufe sind also jene Berufe, die auch in Zukunft noch von Menschen ausgeführt werden (müssen), wo auch in Zukunft Fachkräfte benötigt werden. Dadurch sind diese Jobs langfristig recht sicher. Dazu zählen einerseits die MINT-Berufe, also Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik. Ebenso aber auch Berufe im sozialen und Gesundheits-Bereich sowie im Themengebiet Umwelt und Nachhaltigkeit.


1. Gesundheits- und Krankenpfleger*in

Wie bereits beschrieben kann ein Beruf, der eine zwischenmenschliche und soziale Beziehung voraussetzt, nicht von Maschinen übernommen werden. Außerdem hat die Pandemie deutlich gemacht, wie wichtig der Bereich der Pflege ist. Alle Augen waren auf die Pfleger*innen gerichtet und niemand konnte der Diskussion um die Wichtigkeit und Zukunft dieses Berufs mehr entgehen. Das lässt auch darauf hoffen, dass die angekündigten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen bald umgesetzt werden.

Damit ist der Job der Gesundheits- und Krankenpfleger*innen definitiv ein Beruf für die Zukunft.

In diesem Beruf werden Patient*innen in Krankenhäusern, Ambulanzen, Hospizen, Pflegeheimen oder auch mobil zuhause gepflegt. Dabei variieren die Aufgaben: Wundheilung, Lagerung der Patient*innen, Vorbereiten und Verabreichen von Medikamenten zählen je nach Ausbildung zum Arbeitsalltag in der Pflege.

Es gibt unterschiedliche Ausbildungen, die unterschiedlich lange dauern und die Absolvent*innen zu unterschiedlichen Tätigkeiten befugen. Die Ausbildung zur Pflegefachassistenz kann innerhalb eines Jahres absolviert werden. Die höchste Ausbildungsstufe ist die des/der diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger*in in Form eines dreijährigen Hochschulstudiums bzw. bis 31.12.2023 auch noch an Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege. Zusätzlich können Pfleger*innen sich nach diesem Abschluss weiterbilden und spezialisieren.

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2. Arzt/Ärztin

Zwar kommen in der Medizin teilweise bereits neue Technologien zum Einsatz, Ärzt*innen können sie jedoch nicht ersetzen. Zu ihren Aufgaben zählen sowohl die Diagnose als auch die Therapie und die Prävention von Krankheiten. Dies benötigen wir auch in Zukunft, möchten wir doch alle möglichst gesund sein und bleiben.

Um als Arzt bzw. Ärztin arbeiten zu können ist jedenfalls ein Medizinstudium notwendig. Anschließend können sich Ärzt*innen entscheiden, ob sie Allgemeinmediziner*innen werden oder sich als Fachärzt*innen auf ein bestimmtes Gebiet wie beispielsweise innere Medizin, Frauenheilkunde oder Chirurgie spezialisieren. Davon hängt auch das spezifische Aufgabengebiet der Ärzt*innen ab.

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3. Medizinproduktekaufmann / Medizinproduktekauffrau

Medizinproduktekaufleute verkaufen medizinische Produkte wie Gerätschaften, Instrumente, Implantate Heilbehelfe oder Inventar für Unternehmen im Bereich des Medizinproduktefachhandels und -großhandels. Sie beraten ihre Kund*innen und schulen sie in die sachgemäße Anwendung und Pflege der Produkte ein. Zu den Kund*innen zählen allem voran Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationszentren und Diagnostiklabors zu ihren Kund*innen, aber auch Facharztpraxen, Physiotherapiezentren, Wellnesseinrichtungen oder der Orthopädiehandel sowie Privatpersonen.

Den Beruf des Medizinproduktekaufmanns bzw. der Medizinproduktekauffrau erlernt man in einer 3-jährigen Lehre.

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4. Fach- und Diplom-Sozialbetreuer*in

Fach- und Diplom-Sozialbetreuer*innen sind in verschiedenen Bereichen wie bspw. der Familien-, Alten- und Behindertenarbeit oder Behindertenbetreuung tätig. Sie betreuen und pflegen die Menschen, die in ihren schwerpunktmäßigen Bereich fallen. Im Bereich der Familienarbeit geht es dabei um hauswirtschaftliche, erzieherische, pflegerische und organisatorische Aufgaben. Unter anderem arbeiten Diplom-Sozialbetreuer*innen für Familienarbeit auch im Bereich der Betreuung von Kindern und Jugendlichen, beispielsweise in Kinderdörfern. Im Bereich der Altenpflege geht es um Körperpflege, Unterstützung im Alltag wie dem Ankleiden oder Essen oder das Betten und Lagern von Patient*innen. Sie arbeiten in Pflegeeinrichtungen und -heimen oder bei den zu betreuenden Menschen zuhause. Im Bereich der Behindertenarbeit geht es hingegen um Menschen, die aufgrund geistiger, emotionaler oder körperlicher Beeinträchtigung auf Unterstützung angewiesen sind. Auch in diesem Bereich unterstützen, pflegen und fördern die Fach- und Diplom-Sozialbetreuer*innen die Menschen.

Um in diesen Job der Zukunft arbeiten zu können ist in der Regel eine abgeschlossene Ausbildung an einer Schule für Sozialbetreuungsberufe mit entsprechendem Schwerpunkt notwendig.

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5. Elementarpädagog*innen

Auch sie waren in der Pandemie besonders wichtig und gefragt. Die Elementarpädagog*innen (Kleinkind- oder Kindergartenpädagog*innen) und Kindergartenassistent*innen. Elementarpädagog*innen begleiten, betreuen und erziehen in Kindergärten und anderen Kinderbetreuungseinrichtungen Kinder bis sechs Jahre und unterstützen sie damit in ihrer Entwicklung.

Den Eintritt in diesen Job ermöglicht einerseits die schulische Ausbildung an einer Bildungsanstalt für Elementarpädagogik oder ein Kolleg, wobei Matura oder Berufsreifeprüfung Voraussetzung sind.

Außerdem gibt es den Beruf der Kindergartenassistent*innen, die Elementarpädagog*innen unterstützen und nach deren Anweisungen Aufgaben mit den Kindern übernehmen und durchführen. Dafür gibt es innerbetriebliche Schulungen oder Lehrgänge in Fortbildungseinrichtungen, die teilweise wesentlich weniger lange dauern.

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6. Entwicklungshelfer*in

Auch bei der Entwicklungsarbeit sind zwischenmenschliche Beziehungen und soziale Aspekte Grundlage. Deshalb zählt auch der Job der Entwicklungshelfer*innen zu einem mit sicherer Zukunft. Entwicklungshelfer*innen arbeiten für nationale und internationale Hilfsorganisationen und unterstützen einheimische Fachkräfte beim Aufbau von Infrastruktur und Einrichtungen bzw. bei der Verbesserung der Lebensqualität. Das tun sie in jenem Bereich, in dem sie ausgebildet sind. Das kann im Bereich des Gesundheitswesens, der Land- und Forstwirtschaft, Technik, Bildung oder Erziehung sein.

Um diesen Job mit Zukunft ausüben zu können ist, wie bereits beschrieben, eine abgeschlossene Ausbildung gemäß dem Schwerpunkt notwendig - sei es in der Sozialarbeit, der Agrarwirtschaft, Bildung etc. Außerdem kann es sein, dass eine gewisse Berufserfahrung und Sprachkenntnisse vorausgesetzt werden.

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7. Energietechniker*in

Energietechniker*innen sind Dank der bereits beschriebenen bevorstehenden Energiewende in Zukunft definitiv gefragt. Denn zur Energietechnik zählen alle Fragen der Erzeugung und Verteilung elektrischer Energie. Energietechniker*innen sind dabei die Expert*innen in energieerzeugenden Betrieben in Bezug auf Planung und Konstruktion sowie Wartung, Reparatur und Kontrolle der Geräte. Dabei geht es immer mehr um alternative Energiequellen und die effiziente, ressourcenschonende Nutzung und Verteilung von Energie.

Dieser Job der Zukunft ist ein Lehrberuf, kann aber auch nach einer abgeschlossenen Schulausbildung mit technischen Schwerpunkt, beispielsweise an einer HTL, oder einen entsprechenden Studium ausgeübt werden.

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8. Nachhaltigkeitsmanager*in

Die Nachhaltigkeitsmanager*innen werden auch als Sustainability-Manager*innen oder Corporate-Social-Responsibility-Manager*innen (CSR-Manager*innen) bezeichnet und zählen definitiv zu den Jobs der Zukunft. Denn es ist immer wichtiger, dass Unternehmen ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt und Gesellschaft übernehmen. Nicht nur, dass die Konsument*innen das immer stärker fordern, inzwischen gibt es bereits erste rechtliche Rahmenbedingungen, die das einfordern. Nachhaltigkeitsmanager*innen oder CSR-Manager*innen sollen in den jeweiligen Unternehmen die drei Säulen der Nachhaltigkeit, Ökologie, Soziale Aspekte und Ökonomie, in Einklang bringen und die Unternehmensstrategie danach ausrichten. Dabei entwickeln sie Nachhaltigkeitsstrategien, planen und betreuen Nachhaltigkeitsprojekte, dokumentieren und evaluieren Arbeitsprozesse und erstellen Nachhaltigkeitsberichte.

Für diesen Job der Zukunft ist entweder eine betriebswirtschaftliche Ausbildung in Kombination mit Nachhaltigkeitsmanagement oder ein entsprechendes Studium notwendig.

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9. Öko-Designer*innen

Ebenfalls gefragt für die Herausforderungen bzw. Lösungen der Zukunft sind Öko-Designer*innen. Sie versuchen, den gesamten Lebenszyklus von Produkten mit der Natur in Einklang zu bringen. Ausgehend von der Entwicklung und Konstruktion, über die Produktion, den Vertrieb, die Beschaffung, Lagerung, den Konsum und die Entsorgung bzw. Wiederverwertung - alles bei minimaler Umweltbelastung und unter sozial fairen Bedingungen.

Um in diesem Job der Zukunft arbeiten zu können ist meist eine Schulausbildung mit entsprechendem Schwerpunkt, beispielsweise an der HTL, oder ein abgeschlossenes Studium, beispielsweise in Eco-Design, Industrial Design oder Maschinenbau, Voraussetzung.

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10. Verkehrsökonom*in

Der Verkehr ist, wenn es um die Erreichung der Klimaziele geht, ein Sorgenkind. Sowohl in Österreich als auch global sind hier in Zukunft einige Herausforderungen zu meistern und große, langfristige Projekte sind zu erwarten. Verkehrsökonom*innen beschäftigen sich mit verkehrspolitischen Fragestellungen und analysieren den Verkehrssektor - entweder Teilbereiche oder den Verkehr im gesamten. Dabei berücksichtigen sie eben politische und wirtschaftliche Faktoren und suchen die optimale Lösung für die Verkehrsplanung und den Ausbau von Infrastruktur. Mit ihren Modellen und Berechnungen beraten sie politische Entscheidungsträger*innen.

Für diesen Zukunftsberuf ist in der Regel ein volkswirtschaftliches und/oder technisches Studium Voraussetzung.

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UNSER FAZIT FÜR DICH

Viele Faktoren beeinflussen den Arbeitsmarkt und verändern die Möglichkeiten und Aussichten in verschiedenen Branchen und Berufen. Während manche Berufe und Branchen vom Aussterben bedroht sind, werden andere in Zukunft einen regelrechten Boom erleben.

Dazu zählen einerseits Berufe, die zwischenmenschliche Beziehungen und Kontakt voraussetzen und andererseits Berufe, die dabei helfen, die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. So beispielsweise erneuerbare Energien im Kampf gegen die Klimakrise.

In erster Linie soll der Beruf natürlich zu dir, deinen Interessen, Stärken und Schwächen passen. Dabei aber auch an die Zukunft zu denken, ist nicht verkehrt. Ganz im Gegenteil. Unsere Liste zeigt dir ein paar Möglichkeiten auf, die definitiv vielversprechend sind.

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