Die Checkliste fürs Bewerbungsschreiben

Leicht zu übersehende Fehler bei Bewerbungsschreiben – Ein letzter Check vor dem Absenden

Die Checkliste fürs Bewerbungsschreiben

Deinen Lebenslauf hast du professionell herausgearbeitet, das Bewerbungsschreiben strotzt nur so vor Motivation und als Draufgabe hast du vielleicht auch noch Zertifikate und Zeugnisse im Anhang. Du bist kurz davor den „Senden“-Button deiner Bewerbungsmail zu klicken. Gut so! Doch davor, möchten wir dir noch ein paar letzte formale Tipps zur finalen Kontrolle mit an die Hand geben, die sehr leicht übersehen werden können.


Warum Du dir noch etwas Zeit nehmen solltest

Natürlich hast du dir viel Mühe gegeben, deine Bewerbung so gut wie möglich herauszuarbeiten. Mit Sicherheit ist Sie auch die ganze Arbeit wert und hinterlässt beim Leser / bei der Leserin einen tollen Ersteindruck deiner Person. Doch selbst der beste Skifahrer disqualifiziert sich selbst, wenn er schon bei der ersten Slalom-Stange einfädelt. Da kann er noch so viel trainiert haben, das Rennen ist für ihn gelaufen. Halte dich daher also noch für ein paar wenige Minuten zurück und überprüfe folgende Punkte:

Persönliche Ansprache

Du solltest deine Bewerbung immer an eine konkrete Person richten. Vermeide eine Anrede wie etwa „Sehr geehrte Damen und Herren…“. Selbst wenn bei der Stellenausschreibung keine direkte Bezugsperson angegeben ist, solltest du eine solche ausfindig machen. Recherchiere auf der Website des Unternehmens nach dem/der Personal-Verantwortlichen. Solltest du niemanden finden – was in Zeiten des Datenschutzes gut sein kann – kannst du dir auch überlegen, dich direkt an die Leitung der betreffenden Abteilung zu wenden. Bei kleineren Firmen könnte eine Ansprache des Geschäftsführers / der Geschäftsführerin auch eine Option sein. Natürlich heißt das nicht automatisch, dass dein Schreiben diese Person auch erreichen wird, aber du zeigst dadurch auf, dass du zumindest Hirnschmalz in die Recherche nach leitenden Mitarbeiter*innen gesteckt hast.

Titel

Passend zur Anrede liegt es auch auf der Hand, zu überprüfen, ob man eventuell vorhandene akademische Titel oder Berufstitel in der Anrede angeführt hat. Auch wenn der Stellenwert der Titel in der heutigen modernen Zeit vielleicht etwas nachgelassen hat, sollte man hierbei auf keinen Fall spekulieren. Gehe am besten auf Nummer sicher und führe zumindest (bei mehreren Titeln) den höchsten an.

Dateiformat

In den meisten Fällen wirst du deine Bewerbungsunterlagen in einem Schreibprogramm wie Word erstellen. Das ist auch völlig in Ordnung so. Jedoch solltest du das finale Dokument unbedingt als PDF-Datei abspeichern. Grund dafür ist, dass durch das Versenden und Wiederöffnen durch ein anderes Gerät deine Formatierung schwere Mängel aufweisen kann. Das heißt, es kann leicht passieren, dass sich einzelne Elemente verschieben und die ganze Sache somit ein unschönes Bild abgibt. Das PDF-Format verhindert das, da es die Datei nun wie ein unveränderbares Dokument behandelt.

Umfang

Anknüpfend an den vorherigen Punkt ist es zudem wichtig – oder sagen wir zumindest sehr empfehlenswert – sämtliche Bewerbungsunterlagen in ein Dokument zusammenzuschweißen. Dadurch freut sich die Personalabteilung gleich beim Öffnen deiner Mail, denn nun bist du – in Form deiner Bewerbungsunterlagen – schon einmal sehr leicht handhabbar. Ein Klick reicht und dem HR-Mitarbeiter / der HR-Mitarbeiterin liegen sämtliche Infos über dich vor. Werden deine Unterlagen dann weitergereicht, ist die Gefahr, dass Anhänge verloren gehen so gut wie eliminiert.

Schrift

  • -größe in erster Linie checken! Professionelle Bewerbungen zeichnen sich unter anderem dadurch aus, alle Informationen in möglichst kompakter Form dazustellen. Dadurch kommt man jedoch leicht in Versuchung eine zu kleine Schriftgröße zu wählen (um z.B. alles auf eine Seite zu bekommen). Betrachte daher noch einmal die Seitenansicht deines Dokuments und prüfe, ob der Text auch (lupenfrei) lesbar ist.
  • -art, die man gerne liest, verwenden. Hier kannst du gerne selbst eine passende wählen. Wichtig dabei ist natürlich, dass Sie gut lesbar ist. Lieber etwas weniger verschnörkelt, dafür sollte sie aber eine betonte Abgrenzung der einzelnen Buchstaben aufweisen. Ebenso solltest Du bei der Schriftart nicht unbedingt wechseln. Eine bis maximal zwei Varianten (etwa für Überschriften) reichen völlig aus.

Seröse E-Mail-Adresse

Oftmals ist die allererste Information, die ein/e Arbeitgeber/in über einen Bewerber / eine Bewerberin erfährt seine / ihre E-Mail-Adresse. Es versteht sich sicherlich von selbst, dass die Erwartungshaltung bei einer Bewerbung von „zerstörer123@...“ eher bescheiden sein wird. Du hast bestimmt schon oft von der Wichtigkeit des ersten Eindrucks gehört, wende dies also auch auf deine E-Mail-Adresse an.

Aktuelles Datum

Eigentlich banal, aber dennoch sehr leicht zu übersehen. Es kann gut sein, dass du deine Bewerbung nicht an einem Tag fertigstellst. Überprüfe daher, ob du auch wirklich das aktuelle Datum angeführt hast.

Seitenränder

Auch wenn wir im digitalen Zeitalter leben, in dem die meisten Informationen nur mehr virtuell verarbeitet werden, solltest du deine Seitenränder lieber noch einmal checken. Grund dafür ist, dass du damit rechen solltest, dass deine Unterlagen beim adressierten Unternehmen ausgedruckt werden. Dabei wäre es dann ungünstig, wenn bestimmte Elemente abgeschnitten werden. Du kannst dieses mögliche Problem frühzeitig erkennen, indem du einfach die Seitenansicht in Word (oder welchem Programm auch immer) wählst und deine Seiten im gesamten betrachtest.

Ansichten testen

Heutzutage werden Informationen immer öfter durch mobile Endgeräte abgerufen, das ist keine Neuigkeit mehr. Genau deshalb schadet es nicht zu überprüfen, wie denn deine Bewerbungsunterlagen auf Handy und Tablet angezeigt werden. Ist das PDF auch auf kleinen Bildschirmen scharf und leserlich? Sind eventuell manche Elemente verrutscht? An dieser Stelle empfiehlt sich der Hinweis auf den folgenden Blog, der über ideale Bewerbungsunterlagen für Druck & Web aufklärt!

Korrektur

„Logisch!“, wirst du dir jetzt wahrscheinlich denken. Stimmt auch, denn dass du dein Geschriebenes noch mehrmals durchgehst, versteht sich von selbst. Was jedoch mindestens so wichtig ist, ist ein Korrekturlesen von einer zweiten Person. Klarerweise wäre eine besonders schreibgewandte Person die perfekte Besetzung für diese Aufgabe. Sollte sich so jemand allerdings nicht finden, ist es definitiv auch okay, eine „zweite Wahl“ heranzuziehen. Außenstehende sind deshalb so wertvoll, da sie noch ganz unvoreingenommen an die Sache herantreten können und dadurch auf Dinge stoßen, die dir vielleicht nie aufgefallen wären.

Bewerbungsmail

In den meisten Fällen wirst du deine Bewerbung per Mail an das Unternehmen senden. In diesem Fall sei nur noch einmal der kurze Hinweis erwähnt, dass natürlich auch die zwei/drei Zeilen deiner E-Mail fehlerfrei und professionell geschrieben sein sollten. Du brauchst in dieser kurzen E-Mail nicht versuchen ein literarisches Meisterwerk zu schaffen, jedoch sollte auch hier ein seriöser erster Eindruck möglich sein.

UNSER FAZIT FÜR DICH

Es wäre doch jammerschade, sich bei seiner schriftlichen Bewerbung so ins Zeug gelegt zu haben, nur um sich dann wegen solch lächerlicher Kleinigkeiten selbst ins Abseits zu schießen. Damit Dir das nicht passieren kann, hast du hier einige Anhaltspunkte, die du als eine letzte Checkliste vor dem Absenden betrachten kannst. Auch wenn du endlich zum Ende kommen willst, sind es meist die offensichtlichsten Sachen, durch die sich tückische Fehler einschleichen können. Nimm dir daher noch ein paar Minuten Zeit und geh alles noch einmal durch. Diese paar wenigen Minuten extra ist dir deine zukünftige Stelle doch mit Sicherheit wert, nicht wahr? In diesem Sinne, gutes Gelingen!

Dein Team von steirerjobs.at

Blogbeitrag von Dominik Haintz

 

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