Das Upgrade für deine Bewerbung. Wie du Nachteile in Vorteile verwandelst

Lücken im Lebenslauf? In der Schule ein- oder mehrmals durchgefallen? Die Toleranzsemester auf der Uni (zu rasch) aufgebraucht oder gar die gesamte Ausbildung abgebrochen? Kein Problem! Im Folgenden erfährst du von 3 simplen Wegen, mit denen du mühelos deine Bewerbung aufpolieren kannst und so manche Schwächen in deinem Lebenslauf in vielversprechende Vorteile ummünzen kannst.

Das Upgrade für deine Bewerbung. Wie du Nachteile zu Vorteile verwandelst

3 scheinbare „Unschönheiten“ bei denen sich der Spieß leicht umdrehen lässt

1. Studium/Lehre/Ausbildung gewechselt?

Hast du deine Mechaniker*in-Lehre im zweiten Ausbildungsjahr hingeschmissen, um etwas neues zu beginnen? Oder war das Maschinenbaustudium doch nicht das viele Pauken in der Uni-Bibliothek wert?

Egal welchen Ausbildungsweg du für einen anderen links liegen gelassen hast, verinnerliche die Denkhaltung, dass es keineswegs umsonst war! Gleichgültig wie du dich bisher weitergebildet hast, im Vordergrund sollte stehen, dass (!) du dich um deine bisherige Ausbildung gekümmert hast. Liste deinem zukünftigen Dienstgeber genau auf, was die erlernten Ausbildungsinhalte waren, die du dir bis zum Wechsel angeeignet hast und lege diese so aus, dass sie den Personalern in der angesteuerten Firma gefallen werden. Egal, ob du die Grundlagen des Programmierens erlernt hast, das 10-Finger-System beherrschst oder eine grobe Einführung ins Unternehmensrecht bekommen hast - mache solche Dinge klar ersichtlich und zeige auf, dass Sie deiner Entwicklung - und damit auch dem zukünftigen Wohl des Unternehmens - nützen werden.


2. In der Schule durchgefallen?

In jungen Jahren eine Schulstufe wiederholen zu müssen passiert den Besten, soviel sei vorweg schon einmal gesagt. Fakt ist jedoch, dass ein wiederholtes Schuljahr kein ambitioniertes Bild vom Bewerber abgibt – oder etwa doch?

Anders gefragt: Warum glauben wir denn, dass wir uns selbst ins Bein geschossen haben, wenn wir durchgefallen sind? Vermeintlich logische Antwort: Der zukünftige Dienstgeber könnte an unserem Ehrgeiz, unserem Eifer oder sogar an unserer Intelligenz zweifeln. Dies tut er jedoch nur – wenn überhaupt – falls ihm dieses frühe Missgeschick auffällt. Konkret bedeutet dies, dass du deinen Lebenslauf derart aufbereiten solltest, dass ihm das zusätzliche Schuljahr gar nicht besonders kümmert. Wie du das schaffen kannst? Ganz einfach indem du deine Vergangenheit nach allen möglichen Dingen durchforstest, die deinem zukünftigen Chef gefallen könnten.

Egal ob du bei der Freiwilligen Feuerwehr mitgeholfen hast, beim Roten Kreuz im Einsatz gewesen bist oder deine wertvolle Freizeit für karitative Zwecke geopfert hast – packe es in deinen Lebenslauf. Dass du dich ohne Entgelt für einen gemeinnützigen Zweck eingesetzt hast zeugt von Pflichtbewusstsein und Engagement – Eigenschaften, die jedem Dienstgeber gefallen. Du kannst aus diesen Dingen das Maximum herausholen, wenn du begründest, warum dich diese Erfahrungen reifer und für das Unternehmen nützlicher gemacht haben. Bist du etwa für eine Zeit lang jeden Samstag früh aufgestanden, um an der örtlichen Tafel Essen für Obdachlose zu verteilen, so kannst du nun Kompetenzen im Umgang mit verschiedensten Persönlichkeiten, Selbstdisziplin, Verlässlichkeit sowie ein hohes Maß an Menschlichkeit vorweisen.

Um auf das zuvor angesprochene Beispiel mit der Freiwilligen Feuerwehr zurückzukommen, sind Charaktereigenschaften wie Teamgeist, Gehorsam und Stressresistenz für jede HR-Abteilung ein gefundenes Fressen.


3. Erforderliche Ausbildung/Abschluss nicht vorhanden?

Was machst du aber nun, wenn es an der erforderlichen Qualifikation ganz fehlt? Wie machst du der Personalabteilung klar, dass du keinen Master in Softwareentwicklung hast oder den geforderten kaufmännischen Lehrabschluss nicht vorweisen kannst?

Um diese (zugegebenermaßen nicht ganz so einfach überwindbare) Hürde zu meistern musst du vor allem klarstellen, dass du die geforderten Kriterien gar nicht brauchst. Grundsätzlich muss klar sein, dass es gewisse Berufsgruppen gibt, bei denen eine fachliche Ausbildung schon allein aus rechtlichen Gründen zwingend ist (ein Arzt muss nun einmal Medizin studiert haben), dennoch kannst du bei einem Großteil der Berufe mit etwas Geschick aufzeigen, warum du trotzdem der richtige Kandidat für diesen Job bist. Dazu greifst du zu alternativen Stärken. Versteif dich nicht auf fest vorgegebene Ausbildungspfade, sondern sei kreativ.

Natürlich sollte man am sprichwörtlichen Boden bleiben und sich auch die Frage stellen, was man sich denn selbst alles zutrauen würde. Doch wenn man eine Stelle in Betracht zieht, in der man sicher ist, für einen selbst und das Unternehmen erheblichen Mehrwert zu generieren, lohnt sich eine selbstbewusste Formulierung des Lebenslaufs auf jeden Fall.

UNSER FAZIT FÜR DICH

Warum du Schema F verlassen solltest

Beim „Aufpimpen“ der Bewerbung geht es nicht darum falsche Angaben zu deinem bisherigen Werdegang zu machen. Das ist wenig zielführend und selbstverständlich nicht erlaubt. Vielmehr solltest du deine Kreativität spielen lassen und dir überlegen, was dein Dienstgeber von dir erwartet und wie du ihm diesen Wunsch erfüllen kannst. Ein Sprichwort aus der Kommunikation besagt: „Es kommt nicht darauf an, was A sagt, sondern was B versteht“.

Nimm dir das zu Herzen und setze die Brille deines Dienstgebers auf. Frage dich stets: Was erfüllst du von den Anforderungen in der Ausschreibung und bei welchem Punkt solltest du von deiner kreativen Ader Gebrauch machen. Probier‘s einfach aus – es könnte sich mehr lohnen also du dir jetzt noch denkst.

Blogbeitrag von Dominik Haintz

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