Was macht ein*e Sonderkindergartenpädagogin * pädagoge?

Sonderkindergartenpädagog*innen sind Kindergartenpädagog*innen mit einer zusätzlichen Ausbildung. Dadurch können sie Kinder mit besonderen Bedürfnissen beratend und fördernd zur Seite stehen. Den Kindern wird damit die Möglichkeit gegeben, die eigenen Fähigkeiten sowohl einzeln als auch in der Gruppe zu entwickeln, zu erproben und sich in den Alltag einzugliedern.

Was macht ein*e Sonderkindergartenpädagogin * pädagoge?

Berufsbild Sonderkindergartenpädagogin * pädagoge

Sonderkindergartenpädagog*innen sind auch als „inklusive Elementarpädagog*innen“ oder unter der Kurzform „SOKI“ bekannt. Ihre Aufgabe ist es Kinder mit erhöhtem Förderbedarf zu begleiten, betreuen und zu fördern. Dieser Förderbedarf kann sowohl physischer oder psychischer Natur sein. Sie sind dadurch mit der Aufgabe betraut diesen Kindern im Kindergarten einen geregelten Tagesablauf zu bieten, der den speziellen Bedürfnissen entspricht. Dabei setzen sie bei den Stärken, Begabungen, Kompetenzen und Ressourcen jedes einzelnen Kindes an, berücksichtigen den jeweiligen individuellen Entwicklungsstand, um gewisse Lernerfolge zu erreichen und zu fördern. 

Zumeist arbeiten Sonderkindergartenpädagog*innen in Integrationsgruppen und integrativ geführten Gruppen in Kindergärten oder Betreuungsstätten. Dadurch können die Kinder mit besonderen Bedürfnissen den Alltag zusammen mit anderen Kindern verbringen. Außerdem gibt es auch mobile Sonderkindergartenpädagog*innen, die als Springer*innen in mehreren Kindergärten oder Betreuungsstätten tätig sind. 

Für diesen Beruf ist es notwendig, Spaß an der Arbeit mit Kindern zu haben sowie didaktische Fähigkeiten. Es ist außerdem wichtig, dass Berufsanwärter*innen eine psychische Belastbarkeit vorweisen können, da die Arbeit mit Kindern oftmals schwierig sein kann und Kinder mit besonderen Bedürfnissen zumeist eine andere Wahrnehmung haben, die einen selbst belasten kann. 


Die Aufgaben von Sonderkindergartenpädagog*innen

  • Spielen, Basteln, Lesen, Musizieren mit den Kindern
  • Allgemeine Beobachtung der Kinder und der Umgebung
  • Dokumentation und Analyse der Verhaltensweisen der Kinder
  • Entwicklung von Strategien zur individuellen Förderung eines Kindes
  • Entwicklung und Umsetzung von pädagogischen Konzepten zur Integration der Kinder
  • Vorbereitung der Kinder auf nachfolgende Bildungseinrichtungen (z.B. Schule)
  • Führen von Elterngesprächen
  • Begleitung und Aufsicht bei Ausflügen
  • Teilnahme an Supervisionen
  • Teilweise Übernahme der Tätigkeiten von Eltern (Füttern, Wickeln, Kuscheln etc.)

Die Ausbildung, Berufsaussichten und Karrierechancen

Für die Ausübung des Berufes Sonderkindergartenpädagog*in ist die Absolvierung der berufsbildenden höheren Schule für Elementarpädagogik (BafEp) notwendig. Nach der 5-jährigen Schulausbildung muss eine zweijährige zusätzliche Ausbildung absolviert werden, die zusätzlich ein Praktikum inkludiert hat. Es gibt jedoch auch ein Studium an der Pädagogischen Hochschule mit dem Schwerpunkt „inklusive Pädagogik mit Fokus Behinderung“, die für diesen Beruf ausbildet. 

Sonderkindergartenpädagog*innen sind gesetzlich verpflichtet, an Fortbildungen teilzunehmen. Diverse Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es an Kollegs und Universitäten sowie an Erwachsenenbildungseinrichtungen. Diese Weiterbildungen können in allen Richtungen ausgeübt werden, die der Förderung und Betreuung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen behilflich ist. So kann beispielsweise auch eine Weiterbildung in Musik- und Bewegungstherapie als Fortbildung angerechnet werden. 

Durch diverse Weiterbildungen und mehreren Dienstjahren ist ein Aufstieg zur Kindergartenleitung möglich. Zudem kann eine Lehrtätigkeit nach der Absolvierung einschlägiger Didaktik Kursen angestrebt werden. 

Die Berufsaussichten für Sonderkindergartenpädagog*innen sind sehr gut. Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist enorm und viele Kinderbetreuungseinrichtungen such immer wieder nach qualifiziertem Personal.


Das Gehalt von Sonderkindergartenpädagog*innen

Das Einstiegsgehalt von Sonderkindergartenpädagoginnen * pädagogen liegt in Österreich lt. Kollektivvertrag zwischen € 1.600,- und € 2.700,- brutto pro Monat. Die tatsächliche Höhe hängt dabei sehr stark vom jeweiligen Einsatzgebiet und Bildungsniveau ab. Im Angestelltenverhältnis steht es dem*der Arbeitgeber*in natürlich frei, eine Überzahlung je nach Qualifikation zu leisten.

 

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