Wie dir eine mentale Erfolgshaltung im Vorstellungsgespräch gelingt

Zugegeben, Bewerbungsratschläge gibt es mittlerweile „wie Sand am Meer“. Manche Tipps können einem helfen professioneller zu wirken und geschulter in das Vorstellungsgespräch zu gehen, wenngleich andere einen vielleicht nur noch unsicherer machen. Was jedoch vergleichsweise selten angesprochen wird, ist die mentale Haltung, in die sich Bewerber*innen versetzen sollten, um viele der Ratschläge wirklich umsetzen zu können. Im Folgenden bekommst du einen kurzen Anstoß, vielleicht sogar einen kleinen „Mind-Shift“, um dich innerlich auf ein bevorstehendes Bewerbungsgespräch besser vorzubereiten.

Wie dir eine mentale Erfolgshaltung im Vorstellungsgespräch gelingt

Was du für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch verinnerlichen solltest

Sei selbstbewusst – sei dir selbst bewusst

Vor der eigentlichen Bewerbung überlegst du grundsätzlich einmal, was deine Stärken sind und welche Tätigkeitsbereiche dir gefallen könnten. Darauf aufbauend startest du die Jobsuche und selektierst dann nach und nach einzelne Stellen aus. Soweit nichts neues.

Wichtig hierbei ist, vor allem wenn es darum geht deinen zukünftigen Arbeitgeber zu überzeugen, ein hohes Maß an persönlicher Klarheit zu vermitteln. Damit ist gemeint, dass du nicht nur mit deinen Stärken punkten kannst, sondern dir ebenso deiner Schwächen bewusst sein solltest und dich auch trauen darfst, zu diesen zu stehen. Wenn dein zukünftiger Dienstgeber im ersten Gespräch schon andeutet, dir einen Aufgabenbereich übertragen zu wollen, der dir nicht liegt, dann solltest du das auch offen heraus sagen. Sprich an, dass deine Kompetenzen in anderen Bereichen liegen. Argumentiere aus der Sichtweise des Unternehmens, dass du wesentlich mehr an Wert generieren wirst, sobald dir die richtigen Aufgaben zugeteilt werden. Vermittle auch stets, dass du zumindest einen groben Plan von deiner beruflichen Zukunft hast und dass das jeweilige Unternehmen dabei im Fokus steht. Nicht zufällig kennen wir alle die klischeehafte „Wo sehen Sie sich in X Jahren“-Frage, mit der unsere Ambitionen abgefragt werden sollen. Durch ein Bewusstsein darüber, was du in dem Unternehmen (er)schaffen willst und vor allem auch wie dein persönlicher Plan dazu aussieht, strahlst du Zielstrebigkeit aus, die dich unverzichtbar für das Unternehmen erscheinen lassen kann.

Gib dein bestes, aber nimm’s locker

Als Grundlage jeglicher Anstrengungen in Bezug auf Job-Suche und Bewerbungen sollte für dich die Frage stehen, was du denn überhaupt beruflich erreichen und bezwecken möchtest. Was ist dein größeres Ziel hinter all dem? Geht es dir primär um die Tätigkeit an sich, in der du aufgehen willst? Stellt für dich ein hohes Gehalt die Hauptmotivation dar? Oder geht es dir gar nicht so sehr um dich selbst, sondern steht der „Dienst am Nächsten“ - um es biblisch auszudrücken - im Vordergrund?
Sinn davon ist nicht nur - wie im oberen Absatz schon angesprochen - ein klares Bild deiner beruflichen Zukunft zu erschaffen, sondern auch die Tatsache, dass die angepeilte Stelle lediglich ein Mittel zum Zweck ist. Bei Bewerbungen solltest du natürlich am besten 120% geben, um den Job zu bekommen, aber trotzdem solltest du die Denkhaltung verinnerlichen, dass es noch unzählige andere Möglichkeiten gibt, berufliche Erfüllung zu erfahren. Erkenne deinen persönlich wirtschaftlichen Wert und sei dir im Klaren, dass es immer noch einen Plan B geben wird. Es wird immer noch ein weiteres Unternehmen geben, dass sich auf deine Bewerbung freut und in dem du beruflich aufgehen kannst. Wenn du diese Denkhaltung verinnerlichst, dann wirst du in Bewerbungsgesprächen wesentlich gelassener und somit auch kontrollierter agieren können. Das wiederum lässt dich selbstsicherer wirken und trägt zu einem guten, ersten Eindruck bei deinem Vorgesetzten bei.

Verstehe das nicht falsch, du sollst keinesfalls überheblich wirken oder den Anschein erwecken, die Stelle wäre dir gleichgültig. Es geht vielmehr darum, eine Job-Absage nicht einem Weltuntergang gleichzusetzen.

UNSER FAZIT FÜR DICH

Selbst wenn sich im Vorstellungsgespräch Lücken in deinem Auftreten oder deinen Antworten ergeben, solltest du immer die Fassung bewahren und professionell bleiben. Damit strahlst du eine selbstsichere Art aus, die deinem Gegenüber suggeriert, dass dir Fehler passieren, du diese aber verkraften kannst und trotzdem weiterhin dein Bestes geben wirst und das große Ziel im Auge bewahrst. Dass diese Mentalhaltung einem jeden Arbeitgeber gefallen wird, versteht sich wohl von selbst. Sei authentisch, gib dein Bestes aber lasse nicht dein gesamtes Schicksal von einem Gespräch abhängen. So wirst du eine konstruktive Gelassenheit aufbauen, die dir in noch weit mehr Situationen als bloß dem Bewerbungsgespräch weiterhelfen wird.

Blogbeitrag von Dominik Haintz

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