So startest du erfolgreich in deinem neuen Job

Du hast mit der Hilfe von steirerjobs.at einen neuen Job gefunden? Sehr gut! Nun liegt es an dir, wie deine fachliche, organisatorische und menschliche Integration in das Unternehmen optimal gelingen kann. Gib sofort 100 Prozent, denn der erste Eindruck zählt. Wie kommst du mit deinen neuen Aufgaben zurecht? Wie schnell hast du die wichtigsten betriebsinternen Abläufe verstanden? (Wie) Funktioniert die Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten, Kollegen, Kunden*innen? Findest du sozialen Anschluss? Schließlich verbringst du an deinem Arbeitsplatz jeden Tag mindestens acht Stunden – plus ggfs. die Pausen.

So startest du erfolgreich in deinem neuen Job

So verläuft Dein Arbeitsbeginn beim neuen Dienstgeber erfolgreich

Wichtig: Die persönliche Vorstellung bei deinen Kolleg*innen

Eine gute Maßnahme ist die persönliche Vorstellung. Sollte man dich nicht ohnehin durch alle Büros bzw. Produktionsanlagen führen und allen Mitarbeitenden vorstellen, so tue dies selbstständig – zumindest in deiner eigenen Abteilung. Erstens schätzen Menschen es, wenn man auf sie zugeht. Zweitens arbeitet es sich deutlich besser miteinander, wenn man zu einem Namen auch noch das Gesicht kennt und bereits ein Gespräch geführt hat. Erkläre jeweils kurz, was deine Aufgabe ist und ermuntere deine Kolleg*innen, sich bei Fragen zu deinen Themen bei dir zu melden. Umgekehrt solltest du erkunden, wer dein Gegenüber ist und was genau er oder sie im Betrieb arbeitet. Pluspunkte wirst du sammeln, wenn du täglich bei deiner Ankunft in die Nachbarbüros reinschaust und jeweils einen guten Morgen wünschst.

Manche Unternehmen verschicken zur Vorstellung der Neuankömmlinge Rundmails. Sollte dies in deinem Fall nicht geschehen, dann schreibe selbst – nach Absprache mit Vorgesetzten – etwas. Fasse dich dabei kurz. Folgender Text kann (bitte auf jeden Fall individuell angepasst) als Vorlage dienen:

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mein Name ist … Ich bin neu im Unternehmen und ab sofort (in der Abteilung …) zuständig für … Meine Durchwahl lautet … Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, bei Fragen stehe ich immer gerne zur Verfügung!“


Allgemeine Tipps für Vorstellungsrunden 

Größere Firmen veranstalten oft einen „Onboarding-Tag“, bei dem Dinge wie Zeiterfassung, Sicherheitsvorschriften und Einarbeitungspläne erklärt werden. Nimm dafür Block und Stift mit. Das hilft, den Überblick zu behalten und zeigt Interesse. Aber auch in kleinen Unternehmen gibt es manchmal Einarbeitungspläne. Achte und bestehe stets auf deren Einhaltung! Sie helfen dir, Job, Personal und Betrieb strukturiert kennenzulernen. Sorge zudem dafür, dass deine Technik (Computer, Telefon, Internet-Anschluss etc.) von Beginn an korrekt eingerichtet ist und funktioniert. Andernfalls kann deine Arbeitsleistung nachhaltigen Schaden nehmen.

Wer zum Einstand Mehlspeisen für die Belegschaft mitbringt, sammelt Sympathien. Nach ein paar Wochen kannst du – wenn es deiner Meinung nach passt – deine Büro-Kolleg*innen auf ein Feierabendgetränk einladen. Frage im Zweifelsfall besser auch den Chef oder die Chefin. 

Wenn es die Firmenpolitik nicht ausdrücklich anders vorschreibt, solltest du zunächst alle Mitarbeiter*innen mit „Sie“ und ihrem Nachnamen ansprechen. Duzen sich alle, so lass´ dich über mögliche Ausnahmen informieren, die es häufig gibt (zum Beispiel die Unternehmensleitung). Hilfreich ist es, zu Beginn lieber zu oft als zu selten zu jemandem „Vielen Dank“ und/oder „Ich bitte um Entschuldigung!“ zu sagen. Erzähle und frage zuerst einmal nicht so viele private Dinge. Dies empfinden manche Menschen bei ihnen kaum bekannten Personen als unangenehm. Rede stattdessen mit Kollegen*innen darüber, was ihnen in ihrer Anfangszeit in diesem Betrieb geholfen hat. Vielleicht erhältst du dadurch nützliche Anregungen. Versuche außerdem, viel Zeit mit deinen neuen Arbeitskollegen zu verbringen – auch abgesehen von der eigentlichen Arbeit. Verzieh´ dich also in der Mittagspause nicht allein in einen Raum und geh nach Feierabend keinem Smalltalk aus dem Weg. So findest du leichter sozialen Anschluss und die (Arbeits-)Atmosphäre wird gleich viel lockerer. 

In den ersten Wochen empfiehlt es sich, morgens nicht der Letzte im Büro und abends nicht der Erste zu sein, der sich auf den Nachhauseweg macht. Das mag vielleicht kleinlich klingen, aber der erste Eindruck deines Arbeitsverhaltens wird hängenbleiben. Wenn du noch nicht genug zu tun hast, um die Zeit wirklich sinnvoll zu füllen, so nutze alle dir zur Verfügung stehenden Unternehmens-Broschüren, Manuals, Tutorials sowie Ordner (on- und offline). Dies informiert dich über alle Strukturen, Prozesse und Vorschriften. Frage im Zweifelsfall nach weiteren, dir vielleicht noch unbekannten Informations-Quellen!


Fragen, Probleme und Kritik am neuen Arbeitsplatz 

Es ist logisch, dass du direkt nach Dienstantritt viele Fragen hast. Stell sie! Jetzt ist noch die Zeit, zu der du auch scheinbar „dumme“ Fragen haben darfst. Gravierender wäre es, wenn du ein unverstandenes Thema monate- oder gar jahrelang mitschleppst und es dich permanent verunsichert. Wird dir kein*e Mentor*in oder direkte*r Ansprechpartner*in zur Seite gestellt, dann wende dich an erfahrene, freundliche Kollegen. 
Kümmert sich trotz Nachfrage niemand um dich, solltest du dies deinem bzw. deiner Vorgesetzten vertraulich berichten. Führe eine Liste mit Fragen und arbeite sie ab, indem du sukzessiv die erhaltenen Antworten ergänzt. So vergisst du im Informations-Überfluss der Anfangszeit nicht gleich wieder alles. Nicht jedes Unternehmen hat alle wichtigen Abläufe für die Mitarbeiter*innen zum Nachschlagen aufgeschrieben. Habe keine Angst, wenn du nicht jeden Zusammenhang sofort verstehst. Das spielt sich ein, ansonsten frag nach!


Was tun, wenn es mit den Kolleg*innen nicht passt

Überstürze nichts, wenn es zwischen dir und bestimmten Kolleg*innen menschlich oder fachlich nicht passt. Vielleicht legt sich das. Andernfalls suche ein Vier-Augen-Gespräch mit der entsprechenden Person. Mache dabei definitiv keine direkten Vorwürfe! Schildere stattdessen lieber dein Gefühl, dass es zwischen euch nicht so gut läuft und frage dein Gegenüber, was du aus dessen Sicht vielleicht besser machen kannst. Viele Konflikte lassen sich leicht klären. Auf keinen Fall solltest du dich sofort beim Chef oder öffentlich über Mitarbeitende beschweren! Das gilt auch dann, wenn du mitbekommst, dass andere es tun. Dies vergiftet das Betriebsklima. 

Vereinbare mit deinem Chef bzw. deiner Chefin rechtzeitig ein persönliches Gespräch, das am Ende des ersten Monats stattfindet. Darin kannst du Feedback erhalten, wie es bislang aus dessen Sicht läuft und du kannst deinerseits fragen, was zu verbessern wäre bzw. umgekehrt selbst Anregungen dazu geben. Auf jeden Fall solltest du dabei auch kundtun, wenn dir dein neuer Job sowie die Arbeitsumgebung zusagt und warum. Dies sind wichtige Informationen für die Firma, die dir und dem restlichen Personal helfen können, das Betriebsklima zu verbessern bzw. zu halten.

UNSER FAZIT FÜR DICH

In deinem neuen Job solltest du schon von Anfang an ein gutes Bild abgeben. Gib daher von Anfang an 100%, stelle dich Kolleg*innen vor und stelle Fragen von Anfang an. Wenn du Probleme haben solltest oder Kritik äußern möchtest, dann du dies an deinen Vorgesetzten. Achte jedoch darauf, dass diese Kritik fundiert ist und nicht einfach eine unbegründete Beschwerde ist. Wenn es mit den Kolleg*innen doch nicht funktionieren sollte, dann vereinbare mit deinem Chef ein persönliches Gespräch und bitte auch um ein eigenes Feedback. Falls du doch draufkommen solltest, dass dir der Job gar nicht gefällt, dann helfen wir dir auf steirerjobs.at gerne, einen neuen zu finden. Wir wünschen dir aber auf alle Fälle viel Erfolg in deinem neuen Job!

Blogbeitrag von Matthias Schwerdtfeger

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