Bewerbungsarten Teil 1: Die E-Mail-Bewerbung

Es gibt unterschiedlichste Methoden, sich auf einen ausgeschriebenen Job zu bewerben. In erster Linie ist darauf zu achten, wie der Arbeitgeber die Bewerbungsunterlagen einfordert. Diese wichtige Information wird regulär in den Stellenausschreibungen mitgeliefert. Der gewünschte Weg sollten Bewerber*innen einhalten und auch befolgen. Sind allerdings keine derartigen Angaben notiert, ist die E-Mail-Bewerbung eine bereits altbekannte und klassische Methode, um auf sich als Bewerber*in und potenzieller Kandidat aufmerksam zu machen. Welche Besonderheiten hinter der digitalen Bewerbungsübermittlung stecken, möchten wir dir in diesem Beitrag näherbringen - erfolgreich zum Traumjob mit steirerjobs.at – auf geht’s!

Die erfolgreiche E-Mail Bewerbung

Wann ist eine E-Mail-Bewerbung richtig?

Die Bewerbungsunterlagen per E-Mail zu verschicken, bietet einige Vorteile für dich als Bewerber*in, sowie auch für den Arbeitgeber. Trotzdem solltest du diesen Bewerbungsprozess nur wählen, wenn das Unternehmen auch nach diesem Prozess ausdrücklich wünscht, oder keine weiteren Angaben zur Übermittlung bekannt gibt. Folgende Merkmale der Stellenausschreibung deuten darauf hin, dass du mit der digitalen Nachricht keinen Fehler machen wirst:

  • Klare Anweisung im Stellenangebot: „Wir freuen uns auf Ihre schriftlichen Bewerbungsunterlagen, bitte richten Sie diese per E-Mail an max.mustermann@musterfirma.at.
  • Kontaktdaten des Personalverantwortlichen: Sind die vollständigen Kontaktdaten (inkl. E-Mail-Adresse) des Personalentscheiders in der Stellenausschreibung enthalten, ist das zwar keine klare Anweisung für eine digitale Bewerbung, jedoch wird von der Methode per E-Mail trotzdem ausgegangen und du wirst mit der Vorgehensweise richtig liegen.
  • Keine Angaben: Fordert der Arbeitgeber nach keinem gewünschten Transfer, ist es den Bewerber*innen selbst überlassen, für welche Übermittlungsform sie sich entscheiden werden. Dem Unternehmen wir jede Art recht sein und auch gleichberechtigt auswerten.

SAMMLE PLUSPUNKTE: Tatsächlich werden Positionen auch ohne Angaben für die gewünschte Übermittlung der Bewerbung ausgeschrieben. Bei dieser Situation heißt es, auf der Unternehmenswebseite zu recherchieren. Das kann nämlich eine Art Prüfung sein, ob die Bewerber*innen die Initiative ergreifen und einen eigenen Weg zur Recherche einschlagen, oder ob diese Tätigkeit mit einem derart großen Mehraufwand verbunden ist, dass sogar abgesprungen und der Bewerbungsprozess für dieses Unternehmen abgebrochen wird. Das würde die Durchsetzungskraft der allgemeinen Arbeitsweise wiederspiegeln, also verliert der Personalverantwortliche mit dieser Reaktion keinen qualifizierten Mitarbeiter. Ja, die Personalsuche ist hart und durchdacht – sei also mit jeder Handlung bewusst dabei und denke deinen Prozess bis zum Ende.

Bist du für einen Job interessiert und möchtest ihn unbedingt haben, sollte es dir also auch der Zeitaufwand wert sein, nach den entsprechenden Kontaktdaten zu suchen. Neben dem Internet bietet sich auch ein kurzes Telefonat an, somit kannst du dir im Vorfeld einen ersten Eindruck des Arbeitgebers machen. Auch der Personalverantwortliche wird über dein Engagement positiv überrascht sein und du signalisierst ihm damit ein starkes Interesse an einer Anstellung. Auch die Möglichkeit zum persönlichen Referenzieren sollte man nicht vergessen – der Gesprächspartner wird sich an dich erinnern, mit dem Effekt kannst du der Konkurrenz einen kleinen Schritt voraus sein.


Die Vorteile einer digitalen Bewerbungsübermittlung

Neben den sehr niedrigen Bewerbungskosten und der Möglichkeit sich auf einfache Art und Weise, nicht nur im eigenen Land, sondern auch weltweit zu bewerben, demonstrieren Bewerber*innen ihre Kompetenz bezüglich moderner Kommunikationstechnologien, sofern folgende Besonderheiten berücksichtigt werden:


Tipps für die Bewerbung per E-Mail:

  • Die Absenderadresse: Verwende eine seriöse bzw. deine private E-Mail-Adresse, wenn möglich mit vollständigem Namen. Der Absender sollte nicht mit Spitznamen oder Lieblingstieren gekennzeichnet werden, das würde die Wertigkeit deiner Bewerbung absenken und eine vermeintliche Seriosität hervorrufen. Wenn du also nach dem Muster "vorname.nachname@testmail.at" vorgehst, bist du definitiv auf dem richtigen Weg.
  • Das personalisierte Anschreiben befindet sich kurz und aussagekräftig in der E-Mail selbst und sollte immer persönlich an den jeweiligen Ansprechpartner lt. Stellenausschreibung gerichtet werden. Gewöhnlich sind dies Mitarbeiter*innen der Personalabteilung. Massenmails sollten auf jeden Fall vermieden werden, denn das verdeutlicht dem Arbeitgeber ein eher geringes Interesse. Die Gefahr, dass deine Bewerbungsunterlagen somit frühzeitig aussortiert werden, steigen! Formuliere das Anschreiben nicht zu ausschweifend, bleibe beim Wesentlichen und verweise den Empfänger auf die Dokumente im Anhang, denn dort sind auch die wichtigen Informationen wie Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse sowie Weiterbildungszertifikate zu finden. Beim Anschreiben sind Emo-Icons, wie beispielsweise das freundliche Gesicht :-), tabu! Derartige Dinge haben im gesamten Bewerbungsprozess nichts verloren und wären auch keine sachliche und ernstzunehmende Vorgehensweise.
    Am Ende der Nachricht ist eine freundliche Grußformel zu setzen, die nochmals die vollständigen Kontaktdaten beinhaltet. Bist du telefonisch eine eher schwierig zu erreichende Person, können auch Zeitspannen für eine erfolgreiche Erreichbarkeit übermittelt werden. Ebenfalls eine kurze Anmerkung wie beispielsweise: „Damit ich Sie auch persönlich von mir und meinen Qualifikationen überzeugen kann, freue ich mich sehr auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch!“. Verzichte bei diesen Satzstellungen unbedingt auf „hätte, würde, könnte“ – Tatsachen lassen dich souveräner wirken und strahlen eine gute Selbsteinschätzung aus.
  • Der Betreff: Wähle eine deutliche und damit sprechende Betreff-Formulierung, damit deine E-Mail bei erstem Blick korrekt zugeordnet werden kann. Das Risiko für die schnelle Vorselektion deiner Bewerbung wird dadurch minimiert. Als Beispiel wäre der Betreff "Bewerbung als Marketingassistenz" völlig ausreichend und klar definiert. Verwende im besten Fall die exakte Jobbezeichnung, die auf der Stellenausschreibung notiert wird.
  • Der Anhang: Speichere dein Bewerbungsschreiben und deinen Lebenslauf separat ab und benenne sie aussagekräftig inkl. Name, um Verwechslungen auszuschließen. Für das Auswahlverfahren werden die digitalen Unterlagen gerne in einen gesammelten Ordner verschoben, mit der korrekten Beschreibung ist eine einfache Handhabung gewährleistet. Die Dateien sollten in einem gängigen Format (PDF) gespeichert werden, achte dabei auf die Kapazität. Das gesamte E-Mail sollte keine 5 MB überschreiten, ansonsten kann die Bewerbung in 2 Teilen mit informativer Betreff-Formulierung übermittelt werden. Solltest du zu viele Arbeitszeugnisse oder Zertifikate zur Hand haben, können diese auch gerne auf Anfrage des Personalers nachgereicht werden. Weise den Empfänger also daraufhin, dass du mehr Zertifikate und Co. über deine Fähigkeiten und Erfahrungen zur Verfügung hast, als im Anhang zu finden sind. Dabei kannst du auch ein bisschen frech wirken, indem du folgendermaßen kommunizierst: "Weitere Kurzbestätigungen und Zertifikate werde ich Ihnen gerne bei einem Vorstellungsgespräch vorlegen können. Sollten Sie die Unterlagen schon vorab benötigen, lassen Sie es mich gerne wissen."
  • Finale Kontrolle: Vergewissere dich noch einmal über alle angehängten Bewerbungsdokumente und korrigiere etwaige Rechtschreibfehler. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, lasse dein E-Mail von einer 2. Person Korrektur lesen. Flüchtigkeitsfehler können passieren, jedoch strahlen diese innerhalb einer Bewerbung trotzdem eine mangelnde Genauigkeit und Ernsthaftigkeit aus. Das sogenannte 4-Augen-Prinzip sollte generell für alle Bewerbungsdokumente eingesetzt werden. Der erste Eindruck spiegelt die künftige Arbeitsweise – Mitarbeiter*innen, welche mit einer hohen Fehlerquote arbeiten, gehören nicht zu den beliebten Arbeitskräften. Um in die 2. Runde, und damit zu einem Vorstellungsgespräch zu kommen, ist ein gewisse Perfektionismus an den Tag zu legen.

Weitere Bewerbungsarten:

Um dich perfekt auf die verschiedenen Bewerbungsverfahren vorzubereiten, haben wir für dich weitere informative Beiträge zusammengeschrieben. Selbstverständlich gibt es noch weitere Möglichkeiten, um eine Bewerbung zu übermitteln. Es gilt allerdings IMMER, die Anforderungen und Wünsche des Arbeitgebers zu verfolgen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen weiterer Beiträge von steirerjobs.at!

  1. Die Bewerbungswebsite
  2. Die Blindbewerbung
  3. Die Chiffreanzeige
  4. Das Bewerbungsformular
  5. Die Initiativbewerbung
  6. Das Stellengesuch

UNSER FAZIT FÜR DICH

Die E-Mail-Bewerbung gehört zu den derzeit gängigsten Verfahren und wird auch von den meisten Arbeitgebern so gewünscht. Wichtig ist es jedoch immer, sich nach der Anweisung innerhalb der Stellenausschreibung zu halten. Unternehmen wünschen sich selbstverständlich massenhaft Bewerbungen, allerdings müssen diese Dokumente einfach und übersichtlich gehandelt werden können. Um einen Überblick behalten zu können, geben Arbeitgeber gewünschte Prozesse an, halten sich Bewerber*innen nicht daran, kann das bereits ein erstes Ausschlusskriterium bedeuten. Es wäre doch schade, wenn ein Traumjob auf Grund derartigen Kleinigkeiten auf das Spiel gesetzt wird, oder?

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