Was weiß das Internet über Sie?
Immer wieder ist in den Medien über Arbeitnehmer zu lesen, die ihren Job verloren haben, weil sie im Netz etwas zu “offenherzig” waren. Was gilt es zu beachten?
Schon
im “normalen” offline-Leben sollte man sich genau überlegen, wem man
was erzählt oder zeigt. Nicht anders verhält es sich mit dem
online-Leben. Der Unterschied im Internet: das Weitergegebene ist
schriftlich festgehalten und viel länger auffindbar.
Welche Grundregeln gibt es im Umgang mit Facebook & Co?
Sich negativ über den eigenen Job oder die Firma äußern
Auch
wenn Sie sich noch so sehr über Ihren Chef geärgert haben und er auch
objektiv betrachtet ein Kotzbrocken ist, der es verdient hätte, vor
allen bloßgestellt zu werden - tun Sie es einfach nicht. Sie würden eine
solche Äußerung ja auch nicht ans schwarze Brett hängen oder vor
versammelter Mannschaft vortragen, oder?
Gerade
auf Facebook gibt es unzählige Geschichten, bei denen Arbeitnehmer
schlecht über Job, Chef, etc. gesprochen hatten und dabei war der Chef
unter den Facebook-Freunden. Nicht selten wurde die Kündigung dann
gleich als Kommentar zur Statusmeldung hinzugefügt.
Auch
wenn die Privatsphären-Einstellungen korrekt eingestellt sind, sollte
man sich zweimal überlegen, ob man den momentanen Unmut wirklich im
Internet loswerden will.
Den Arbeitgeber verteidigen
Wer
bei einem Unternehmen arbeitet, das gerade mit einem Skandal zu kämpfen
hat, ist wohl manchmal versucht, seinen Arbeitgeber zu verteidigen.
Doch je kritischer die Situation, umso eher kann das zum Verhängnis
werden - nicht umsonst gibt es ausgebildete Leute für Krisen-PR. In
einigen Firmen gibt es eigene Social media-Richtlinien, etwa dass sich
Arbeitnehmer nur dann zum Unternehmen äußern dürfen, wenn dasselbe ihnen
eine ausdrückliche Erlaubnis dafür gegeben hat.
Geheimnisse und Sicherheit sind tabu
Wer
in einer AG arbeitet, muss einen eigenen Schweige-Zusatz zum
Arbeitsvertrag unterschreiben. Aber auch bei anderen Unternehmen gibt es
genug Informationen, die intern bleiben sollen, ob es sich nun um die
Firmenstrategie oder Zugänge handelt.
Jugendsünden
Ein
Profilbild, das einen halbnackt und augenscheinlich angetrunken zeigt,
ist weder privat noch beruflich von Vorteil. Falls Ihre “Freunde” solche
Photos besitzen, bitten Sie diese doch höflich, sie gar nicht erst
raufzuladen.




